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Registry: Änderungen für andere Benutzer vornehmen

14.10.2003 | 11:10 Uhr |

Sie sind Administrator auf einem Windows-XP/2000-System mit mehreren Benutzerkonten und möchten für andere Anwender Änderungen in deren persönlichen Registry-Schlüsseln vornehmen. Sich dazu jedes Mal unter dem anderen Konto anzumelden, ist reichlich umständlich und setzt außerdem die Kenntnis der Benutzerpasswörter voraus. Wenn Sie bei Windows 2000/XP den Registry-Editor starten, zeigt er die Schlüssel anderer Benutzer auf dem System erst nicht an. PC-WELT zeigt Ihnen, wie Sie dieses Problem lösen können.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Sie sind Administrator auf einem Windows-XP/2000-System mit mehreren Benutzerkonten und möchten für andere Anwender Änderungen in deren persönlichen Registry-Schlüsseln vornehmen. Sich dazu jedes Mal unter dem anderen Konto anzumelden, ist reichlich umständlich und setzt außerdem die Kenntnis der Benutzerpasswörter voraus.

Lösung:

Wenn Sie bei Windows 2000/XP den Registry-Editor starten, zeigt er die Schlüssel anderer Benutzer auf dem System erst nicht an. Es existiert zwar eine Schlüsselhierarchie unter "Hkey_Users", sie enthält aber nur Ihre eigenen Schlüssel und Standardwerte, die vor der Benutzeranmeldung gelten.

Um als Administrator beispielsweise Zugriffsbeschränkungen für fremde Konten vorzunehmen, müssen Sie die zugehörige Registry-Datei jeweils laden. Die Schlüssel eines Benutzers sind in dessen Profilverzeichnis gespeichert - in der Datei NTUSER.DAT. Als Administrator haben Sie zwar volle Zugriffsrechte auf diese Daten, aber auf dem Silbertablett bekommen Sie die Registry-Schlüssel nicht serviert. Sie müssen die Schlüssel erst laden.

Windows 2000:

Um fremde Registry-Daten zu ändern, starten Sie hier nicht etwa REGEDIT.EXE, sondern den von Windows NT bekannten Registry-Editor REGEDT32.EXE. Klicken Sie das Fenster "Hkey_Users" an, und stellen Sie in der Menüleiste unter "Ansicht" die Option "Struktur und Daten" ein, falls dieser Punkt noch nicht aktiviert ist.

Nach einem Klick auf den Schlüssel "Hkey_Users" gehen Sie auf "Registrierung, Struktur laden" und wählen im Profilverzeichnis des gewünschten Benutzers die Registry-Datei NTUSER.DAT aus, beispielsweise "C:\Dokumente und Einstellungen\<User>\NTUSER.DAT."

Damit die Datei zu sehen ist, muss der Windows-Explorer so eingestellt sein, dass er auch versteckte Dateien anzeigt. Nun will der Editor wissen, wie die geladene Struktur heißen soll. Dabei bietet sich der Name des Benutzers an, dessen Schlüssel Sie laden möchten.

Im Editor zeigt sich dann die komplette Schlüsselhierarchie des Benutzers. Die Änderungen übernimmt Regedt32 automatisch. Wenn Sie mit dem Bearbeiten fertig sind, entfernen Sie die Schlüssel wieder, indem Sie den Namen der Hierarchie anklicken und im Menü "Registrierung" auf "Struktur entfernen" gehen.

Windows XP:

Hier hat REGEDT32.EXE übrigens ausgedient, hier erfüllt REGEDIT.EXE alle genannten Funktionen. Die Namen der Menüpunkte im Registry-Editor unterscheiden sich aber nicht von denen unter Windows 2000.

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