Raid-Verbund

Raid 1 allein ersetzt kein Backup

Dienstag den 27.11.2007 um 11:07 Uhr

von Markus Pilzweger

Sie sind selbständig. Wenn Sie Ihre Daten verlieren würden, wäre das eine Katastrophe. Sie möchten daher ein Raid-1-System anlegen, damit Sie stets ein Backup der Daten haben. Reicht das zur Datensicherung aus?
Anforderung: Fortgeschrittener
Zeitaufwand: Mittel

Lösung:

Raid ist keine Backup-Lösung im engeren Sinn. Es ersetzt keine Datensicherung. Denn Raid 1 spiegelt Ihre Dateien von einer Festplatte so auf eine andere, so dass sich auf der zweiten Platte stets das exakte Abbild der ersten befindet.

Hat nun die Registry Schaden genommen, oder haben Sie irrtümlich wichtige Dateien gelöscht, dauert es nur einen Augenblick – und die Daten auf der Sicherungsplatte sind exakt im selben Zustand. Denn Raid synchronisiert beide Platten, ohne die Inhalte auf Fehler zu überprüfen. Sind also wichtige Systemdateien kaputt, können Sie Ihr System unter Umständen von keiner der beiden Platten aus neu starten.

Sie kommen dann nur an Ihre Dateien, indem Sie diese samt Controller in einem anderen PC mit funktionstüchtigem Windows installieren und dann etwa über den Windows-Explorer auf die Daten zugreifen. Das kostet natürlich eine Menge Zeit. Sie brauchen also auf jeden Fall ein Backup-Programm, das wichtige Benutzerdateien oder das komplette System auf einem weiteren Speichermedium sichert. Nur dann können Sie langfristig auf die unveränderten Daten zugreifen. Informationen zu Backup-Software für ganz unterschiedliche Bedürfnisse finden Sie unter www.pcwelt.de über „Tests, Software“. Wählen Sie in der Spalte „Software“ die Option „Backup & Brennen“ aus.

Dennoch sinnvoll: Auf ein Raid-1-System sollten vor allem Selbständige dennoch nicht verzichten: Denn hier können Sie mit der unbeschädigten, zweiten Platte weiterarbeiten, wenn eines der Laufwerke mit einem Defekt ausgefallen ist – etwa einem Headcrash des Schreib-/Lesekopfs. Wer nur ein Backup besitzt, verliert jetzt eine Menge Zeit: Er müsste erst eine neue Platte kaufen, sie einbauen, gegebenenfalls Windows aufspielen und die Backup-Dateien übertragen.

Dienstag den 27.11.2007 um 11:07 Uhr

von Markus Pilzweger

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