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Programme mit Easytoolz bestimmten CPU-Kernen zuweisen

19.08.2013 | 14:34 Uhr |

Windows verteilt die anstehenden Aufgaben automatisch auf die verfügbaren Prozessorkerne. Dadurch kann es geschehen, dass ein rechenintensives Programm andere Anwendungen ausbremst, die denselben Kern verwenden.

Sinnvoller wäre es aber, die Last so zu verteilen, dass rechenintensive Programme ganze Kerne exklusiv nutzen können oder dass aus  gewählte Prozessorkerne für permanent im Hintergrund laufende Anwendungen reserviert sind. Mit der Freeware Easytoolz lassen sich Programme bestimmten Prozessorkernen zuordnen. Besonders nützlich: Die Software bindet sich in den Autostart-Ordner von Windows ein. Die eingestellten Profile lassen sich abspeichern, so dass sie nach einem Neustart wieder aktiv sind.

So setzen Sie Easytoolz ein: Nach der Installation öffnen Sie das Programm via „Start, Alle Programme, Easytoolz“. Nun erscheint als Icon ein grüner Balken im Infobereich (Systray) links neben der Windows-Uhr. Klicken Sie das Programmsymbol von Easytoolz mit der rechten Maustaste an. Legen Sie nun fest, dass Easytoolz bei jedem Windows-Start mitgeladen wird. Klicken Sie dazu auf „Autostart“. Künftig bleiben alle Einstellungen nach einem PC-Neustart erhalten. Wählen Sie jetzt „CPU Affinity“. Es öffnet sich ein neues Fenster. Klicken Sie auf „Hinzufügen“, und navigieren Sie zu dem Verzeichnis, in dem die ausführende Datei des gesuchten Programms installiert ist. Wenn Sie den Pfad nicht kennen, hilft ein Rechtsklick auf die Programmverknüpfung. Unter „Eigenschaften, Ziel“ ist der genaue Dateipfad des Programms angegeben.

Mit der Freeware Easytoolz lassen sich Programme einzelnen – auch virtuellen – Prozessorkernen zuordnen. So bremsen rechenintensive Programme andere Anwendungen nicht aus.
Vergrößern Mit der Freeware Easytoolz lassen sich Programme einzelnen – auch virtuellen – Prozessorkernen zuordnen. So bremsen rechenintensive Programme andere Anwendungen nicht aus.

Wählen Sie nun die Datei aus und klicken Sie auf „Öffnen“. Das Fenster „CPU Affinity/ Basispriorität ändern“ erscheint. Setzen Sie oben links ein Häkchen vor „CPU“. Danach werden alle verfügbaren Kerne („CPU 0“, „CPU 1“, „CPU 2“…) freigeschaltet. Easytoolz unterscheidet dabei nicht zwischen echten und durch die Intel-Technik Hyperthreading simulierten virtuellen Prozessorkernen. Es listet immer abwechselnd zuerst den physisch vorhandenen Kern und danach den virtuellen auf. Wenn Sie das ausgesuchte Programm auf zwei Kernen (einem physisch vorhandenen und einem virtuellen) laufen lassen wollen, wählen Sie „CPU 0“ und „CPU 1“ aus. Weisen Sie so den diversen Programmen die CPU-Kerne zu. Abschließend sollten Sie ein Häkchen vor „Automatische CPU Verteilung“ setzen, damit Easytoolz alle weiteren laufenden Prozesse jeweils dem oder den noch unbenutzten Kern(en) zuordnet.

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Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einer Anwendung eine Priorität zu geben. Aktivieren Sie dazu „Basispriorität“. Je höher Sie die Priorität für ein Programm festlegen, desto mehr Systemressourcen benutzt es. Ein zu hoher Wert kann negative Folgen haben und das System instabil machen. Erhöhen Sie die Priorität deshalb nur schrittweise und überprüfen Sie danach, ob sich beim Arbeiten negative Auswirkungen zeigen.

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