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Programme in den Windows-Pfad aufnehmen

26.01.2004 | 11:58 Uhr |

Einige Anwendungen benutzen Sie so selten, dass Sie dafür keinen Platz auf dem Desktop oder im Start-Menü verschwenden wollen. Sie rufen sie über "Start, Ausführen" auf. Wenn sich das gewünschte Programm nicht im Systempfad befindet, reicht die Eingabe des Namens allerdings nicht aus: Dann müssen Sie jedes Mal den kompletten Pfad eintippen oder sich im Windows-Explorer zur Datei durchklicken. Es gibt drei Möglichkeiten, kleinere Tools in den Windows-Pfad zu integrieren. PC-WELT zeigt Ihnen, wie es funktioniert.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Einige Anwendungen benutzen Sie so selten, dass Sie dafür keinen Platz auf dem Desktop oder im Start-Menü verschwenden wollen. Sie rufen sie über "Start, Ausführen" auf. Wenn sich das gewünschte Programm nicht im Systempfad befindet, reicht die Eingabe des Namens allerdings nicht aus: Dann müssen Sie jedes Mal den kompletten Pfad eintippen oder sich im Windows-Explorer zur Datei durchklicken.

Lösung:

Im "Ausführen"-Dialog eingegebene Programmnamen sucht Windows zunächst im Systempfad und danach in einem speziellen Registry-Schlüssel. Wenn Windows auch dort nicht fündig wird, liefert es eine entsprechende Fehlermeldung. Es gibt drei Möglichkeiten, auch kleinere Tools in den Windows-Pfad zu integrieren:

Möglichkeit 1:

Eine einzelne EXE-Datei ohne zusätzliche DLL- oder Konfigurations-Dateien, etwa pcwNobar.EXE , kopieren Sie am einfachsten in ein Path-Verzeichnis - also etwa unter \Windows.

Möglichkeit 2:

Wenn Sie ein Verzeichnis mit einer ganzen Reihe kleiner Hilfsprogramme haben, tragen Sie dieses am besten zusätzlich in die Path-Variable ein. Damit gehört der Ordner für Windows zum Standard-Suchpfad, und das System findet alle dort enthaltenen Programme sowohl über den "Ausführen"-Dialog als auch in der Befehlszeile.

Unter Windows 9x/ME ergänzen Sie in der AUTOEXEC.BAT die Zeile "path=..." mit Semikolon und der gewünschten Pfadangabe. Unter Windows 2000/XP erledigen Sie das mit Administrator-Rechten in der Systemsteuerung unter "System". Klicken Sie auf die Registerkarte "Erweitert" und dort auf die Schaltfläche "Umgebungsvariablen". Hier taucht die Variable Pfad zweimal auf: In der oberen Liste ist es die benutzerspezifische Pfad-Variable, die nur für Ihr Benutzerkonto gilt. Die untere Liste zeigt die Systemvariable, die für alle Benutzer des Systems gültig ist. Den Inhalt können Sie nach einem Doppelklick auf die gewünschte Pfad-Variable editieren.

Möglichkeit 3:

Zusätzlich speichert Windows diverse Anwendungen im Registry-Schlüssel

"Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\ Windows\CurrentVersion\App Paths".

Dessen Unterschlüssel tragen die Namen der jeweiligen auszuführenden Dateien.

Wenn Sie weitere Anwendungen eintragen möchten, können Sie auch Kürzel wie zum Beispiel "U.EXE" statt "UEDIT32.EXE" eingeben. Im neu erstellten Schlüssel geben Sie dann der "(Standard)"-Zeichenfolge als Wert den kompletten Dateipfad an.

Die Eingabe von "u" im "Ausführen"-Dialog startet dann den Script-Editor Ultraedit. Microsoft macht von dieser Möglichkeit unter anderem selbst Gebrauch, um den Aufruf eines längst ausgedienten Programms wie WRITE.EXE auf die neuere Version (WORDPAD.EXE) umzulenken und so Fehlermeldungen zu vermeiden.

Die Eingabeaufforderung orientiert sich nur an der Path-Variablen. Die Eingabe "u" gemäß Schritt 3 führt dort also nicht zum Start der Beispielanwendung Ultraedit. Dagegen funktioniert "start u".

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