Fritzbox

VPN-Zugang einrichten und sicher ins eigene LAN kommen

Freitag den 18.01.2013 um 14:23 Uhr

von Moritz Jäger

So richten Sie sich mit der Fritzbox einen VPN-Zugang ein und kommen sicher ins eigene LAN.
Vergrößern So richten Sie sich mit der Fritzbox einen VPN-Zugang ein und kommen sicher ins eigene LAN.
© iStockphoto/pavlinec
Die Fritzbox-Router können mehr, als nur einen Internetzugang bereitzustellen. PC-Welt zeigt, wie Sie einen VPN-Zugang einrichten.
Virtuelle Private Netzwerke (VPNs) sorgen von unterwegs für einen sicheren Zugriff auf das eigene Netzwerk. In den meisten Firmen sind sie Standard. Die Fritzbox bietet zwei verschiedene VPN-Modi: Die Client-LAN-Kopplung und die LAN-LAN-Kopplung.

Bei der ersten Variante erhält ein Client, etwa ein Smartphone oder ein Notebook, Zugriff auf Daten und Ressourcen, die im internen Netzwerk liegen. Im Falle einer LAN-LAN-Kopplung baut der Router einen verschlüsselten Zugang zu einem anderen Netzwerk auf. Diese Funktion benötigen Sie beispielsweise, um ein Homeoffice mit einem Firmennetzwerk zu verbinden. Die Rechner, die anschließend über die Fritzbox ins Internet online gehen, sind dann virtuell in das Firmennetzwerk eingebunden, ohne dass eine separate Konfiguration vorgenommen werden muss. Allerdings unterstützen nicht alle AVM-Router diese Funktionen, die kompatiblen Geräte sind auf der Webseite von AVM aufgelistet.

Über dynamische DNS-Einträge ist die Fritzbox auch bei
wechselnder IP-Adresse über das Internet erreichbar.
Vergrößern Über dynamische DNS-Einträge ist die Fritzbox auch bei wechselnder IP-Adresse über das Internet erreichbar.

Um einem Client den VPN-Zugriff aufs LAN zu gewähren, benötigen Sie eine kompatible Fritzbox, die über einen festen oder dynamischen DNS-Server aus dem Internet erreichbar ist. AVM unterstützt zahlreiche dynamische DNS-Anbieter: Die Konfiguration erledigen Sie unter „Internet - Freigaben“ und das Register „Dynamic DNS“. Ist Ihr Anbieter nicht vorhanden, lässt er sich meist über „Benutzerdefiniert“ eintragen.

Den VPN-Zugriff selbst richten Sie nicht über das Menü der Fritzbox ein. Sie benötigen dafür das Desktop-Programm „Fritz!Fernzugang einrichten“. Das Programm gibt es derzeit nur für Windows, den Download finden Sie auf dem oben erwähnten VPN-Portal von AVM. Wichtig: Verwechseln Sie das Tool nicht mit dem eigentlichen Client „Fritz!Fernzugang“ – dieses Programm benötigen Sie erst später, um sich ins VPN einzuwählen. Haben Sie „Fritz!Fernzugang einrichten“ installiert, starten Sie das Tool und klicken auf „Neu“. Ein Assistent führt Sie anschließend durch die verschiedenen Menüpunkte. Hier benötigen Sie zum Beispiel den Hostnamen des Routers, den Sie zuvor unter „Dynamic DNS“ eingetragen haben. Das Programm erstellt anschließend die passenden Konfigurationsdateien für Client und Router.

Um einen VPN-Zugang einzurichten, benötigen Sie ein
zusätzliches Programm.
Vergrößern Um einen VPN-Zugang einzurichten, benötigen Sie ein zusätzliches Programm.

Die Datei, deren Namen „fritzbox“ enthält, müssen Sie in den Router importieren. Das geschieht über die Schaltfläche „Internet - Freigaben“ und das Register „VPN“. Nur wenn die Konfigurationsdatei hier hinterlegt ist, kann sich der Nutzer über das Programm „Fritz!Fernzugang“ oder über einen anderen VPN-Client mit dem Router verbinden. Dazu muss die zweite Konfigurationsdatei im VPN-Client importiert werden. Auch wenn AVM lediglich einen Client für Windows liefert, sind andere Systeme deswegen nicht ausgesperrt. Auf AVM.de finden Sie Anleitungen für Geräte mit Android, Mac-OS X, das iPhone oder für die LAN-LAN-Kopplung von anderen Routern.

Freitag den 18.01.2013 um 14:23 Uhr

von Moritz Jäger

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