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Höhendaten bei Fahrradtouren korrekt ermitteln

23.01.2015 | 14:09 Uhr |

Bergauf mit dem Rad ist es anstrengend – eine schlichte Wahrheit. Da ist es umso hilfreicher, wenn ein Routenplaner die Höhenmeter im Voraus richtig anzeigt.

Dieses Programm brauchen Sie: Garmin Basecamp , gratis, für Windows Vista, 7 und 8

Für Radfahrer sind die Fragen bzw. Angaben extrem wichtig: Wo und wieviel geht es bergauf? Lässt sich eine Strecke gegebenenfalls mit einem kleinen Umweg flacher und mit weniger zu bewältigenden Höhenmetern planen?

Im Prinzip ist das inzwischen schon in der Planungsphase möglich, sogar Google Maps zeigt seit einigen Monaten ein Höhenprofil, wenn statt Auto die Fahrrad-Option gewählt wurde. Optionen wie „flacher“ oder „Höhenmeter minimieren“ gibt es bei Google jedoch nicht.

Wirklich verlassen sollte man sich auf das Höhenprofil und die daraus errechnete Kumulierung der bergauf zu fahrenden Höhenmeter nicht. Der Grund: Sie stimmen mitunter einfach nicht. Es empfiehlt sich deshalb, eine zweite (oder dritte) Meinung einzuholen.

Neben Google Maps stellt der Radroutenplaner Baden-Württemberg einen guten Einstiegspunkt dar. Die Webseite bietet nicht nur vielfältige Planungsoptionen, sie beschränkt sich zudem keineswegs auf die Region, sondern kann bundesweit sowie im angrenzenden Ausland genutzt werden. Das Höhenprofil lässt sich über die gleichnamige Schaltfläche anzeigen, und gegenüber Google Maps bietet dieser Routenplaner den Vorteil, dass die geplante Strecke als Track zum Nachfahren auf eine GPS-Gerät oder ein Smartphone zu exportieren ist.

Ebenfalls eine gute Planungsseite mit diversen Radprofilen ist Naviki , auch hier lässt sich der Track auf einem Mobilgerät weiterverwenden.

Eine Offline-Alternative inklusive Berechnung der Höhenmeter bietet Garmin mit seiner Software Basecamp . Hier lassen sich neben den kommerziellen Karten des Herstellers auch die kostenlosen Open Street Maps (OSM) einbinden und nutzen.

Differieren die kumulierten Höhenmeter zwischen den diversen Planungsmöglichkeiten nur wenig, stimmen sie im Groben und Ganzen. Treten dagegen große Abweichungen auf, empfiehlt es sich, genauer nachzusehen, wo genau die Unterschiede liegen – oft hilft schon ein Blick auf das Höhendiagramm. Manchmal hat ein Routenplaner an einer Stelle auch nur die Strecke anders gewählt, so dass man sie mit der Maus auf die Führung der übrigen Routenplaner nachziehen muss.

Es bleiben aber auch Fälle, bei denen die Höhenmeter schlicht falsch berechnet sind. Liegt nur ein Portal bzw. eine Software daneben, kann man sich auf die Angaben der anderen wiederum ganz gut verlassen.

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