Fehlerdiagnose

Piepstöne der Hauptplatine verstehen

Freitag den 04.04.2014 um 15:23 Uhr

von Friedrich Stiemer

Bei Systemfehlern meldet sich die Hauptplatine zu Wort.
Vergrößern Bei Systemfehlern meldet sich die Hauptplatine zu Wort.
© istockphoto.com/AnaBGD
Viele werden erst stutzig, wenn es schon zu spät ist. Und zwar, wenn das Mainboard hektische Piepser von sich gibt und nichts mehr am PC funktioniert. Denn die Hauptplatine gibt mit bestimmten Pieps-Lauten in einer vorgegebenen Reihenfolge, Dauer und Häufigkeit zu verstehen, was nicht funktioniert.
Verantwortlich dafür ist das BIOS, das Hardware-Betriebssystem der Komponenten.

Grundsätzlich unterscheiden sich die Piepser in ihrer Art und Weise, abhängig vom Hersteller des BIOS. Zu den bekannten zählen AMI, Award, Phoenix und MR. Wir können daher nicht genau sagen, was welche Töne bedeuten – hier hilft aber ein Blick in das Handbuch Ihrer Hauptplatine oder das Internet.

Nur ein Pieps ist überall gleich: Sobald Sie Ihr System hochfahren, sollte es, je nach Platine, einmal kurz piepsen. Das ist das Zeichen, dass alles mit den Komponenten in Ordnung ist und Windows anschließend übernimmt. Bei mehreren Piepsern hintereinander oder bei langgezogenen Lauten ist Vorsicht geboten, denn dann ist etwas grundsätzlich nicht in Ordnung.

Das Mainboard teilt Ihnen seine Sorgen piepsend mit. Hören
Sie also genau hin!
Vergrößern Das Mainboard teilt Ihnen seine Sorgen piepsend mit. Hören Sie also genau hin!

Oft sind es einfach zu behebende Fehler wie eine Grafikkarte, die nicht ganz im Steckplatz steckt, oder ein Arbeitsspeicher-Modul, das zu locker sitzt. Auch wenn das BIOS selbst defekt ist, weist Sie das System darauf hin – das passiert mitunter, wenn Sie ein Update vorgenommen haben und dabei etwas schiefgelaufen ist. Manches BIOS ist mit seinen Tönen komplexer und ausführlicher, andere sind nur fähig, wirklich grundlegende Fehler anzuzeigen.


Doch die Piepser der Hauptplatinen verschwinden langsam, denn die Hersteller setzen auf eine digitale Anzeige auf dem Mainboard selbst. Mit einem zweistelligen Zahlen- oder Buchstabencode erfolgt die Fehlerdiagnose.

Auch hier gibt es von Hersteller zu Hersteller sowie von Mainboard zu Mainboard Unterschiede. Deshalb brauchen Sie auch hier Ihr Handbuch. Der Vorteil ist eine genauere Diagnose, allerdings müssen Sie dafür Ihre Gehäuse aufschrauben.

Freitag den 04.04.2014 um 15:23 Uhr

von Friedrich Stiemer

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (8)
  • deoroller 17:37 | 12.12.2013

    Meiner piepst gar nicht und ein Anschluss für einen Systemlautsprecher wurde auch nicht verbaut.
    Das Nachfolge Mainboard hat aber wieder einen Anschluss für Systemlautsprecher, weil sich wohl viele bei Asus beschwert haben.

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  • Falcon37 17:17 | 12.12.2013

    Wenn mein PC ein mal piept, weiß ich dass er hochfährt.
    Tut er das nicht muss ich zum Stift greifen und den Reset-Taster drücken.

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  • deoroller 17:14 | 12.12.2013

    Mr Bean ist im Kreis gerannt und das Problem hat sich am Ende immer gelöst.

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  • jomal 16:51 | 12.12.2013

    Piepser

    Oh je, mein PC, ein Jahr alt, der piepst doch immer mehr als einmal!
    Ist nämlich nicht wie früher, der piepst auch nochmal für angeschlossene Geräte....
    Was nun, Panik kriegen?

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  • juergenius 17:45 | 23.04.2013

    "Piepstöne der Hauptplatine verstehen", ein vielversprechender Titel. .... und dann kommt nur noch lauwarme Luft. :aua:
    Aber, immerhin, das Datum des Artikels ist aktuell!

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