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Übertakten Sie die CPU

09.04.2009 | 09:47 Uhr |

Bringen Sie Ihren PC auf volle Leistung: Steigern Sie die Geschwindigkeit Ihres PCs, indem Sie den Prozessor übertakten.

Achtung: Alle halbwegs modernen CPUs haben einen Durchbrennschutz und schalten ab, bevor sie Schaden nehmen. Trotzdem sollten Sie beim Übertakten darauf achten, dass die CPU-Temperatur unter dem Maximalwert bleibt (siehe Tabelle auf dieser Seite). Bevor Sie loslegen, sollten Sie zudem all Ihre wichtigen Daten auf einem externen Laufwerk sichern. Um den Prozessor zu übertakten, öffnen Sie Ihr Bios-Setup. Die Taktfrequenz Ihrer CPU berechnet sich über die Formel "CPU-Multiplikator x Front Side Bus (FSB)". Für mehr Leistung müssen Sie folglich einen der beiden Werte erhöhen. Es hängt dabei vom speziellen Prozessormodell und Bios ab, welchen der Parameter Sie anpassen können. Bei Prozessoren von Intels "Extreme"-Familie oder AMDs "Black Edition" können Sie etwa den CPU-Multiplikator verändern. Das hat den Vorteil, dass lediglich die CPU beschleunigt wird. Der Nachteil ist, dass nur relativ große Schritte möglich sind, da der Wert immer nur um 1 angehoben werden kann.

Bei den meisten anderen Prozessortypen müssen Sie die Frequenz des FSB anheben. Da dieser Bus den Datenstrom von der CPU zur "Northbridge" und somit zu allen Komponenten befördert, wird das gesamte System schneller. Auf den ersten Blick sieht das wie ein Vorteil aus. Allerdings kann das System auch instabil werden, wenn einzelne Komponenten mit dem neuen FSB-Takt nicht klarkommen. Suchen Sie im Bios ein Menü mit dem Namen "Chipset", "Advanced" oder "Frequency/Voltage", und erhöhen Sie die Frequenz des FSB um 10 Prozent. Danach müssen Sie Ihren Arbeitsspeicher vom FSB abkoppeln – er soll ja nicht übertaktet werden. Ändern Sie in den RAM-Einstellungen die Latenz-Erkennung vom automatischen "Serial Presence Detect" (SPD) auf den vom RAM-Hersteller festgelegten Wert (etwa "DDR2 533"). Danach starten Sie Windows neu und führen etwa mit der englischsprachigen Freeware Cinebench einige Benchmarks durch. Falls Windows nicht abstürzt, können Sie den FSB-Takt weiter erhöhen, allerdings nur um einen 10- bis 20-MHz-Schritt nach jedem Benchmark-Durchgang. Mit CPU-Z können Sie den aktuellen CPU-Puls jederzeit unter Windows einsehen. Bei dieser Tuning-Maßnahme spielen CPU-Modell, Mainboard und Kühlung eine große Rolle. In den meisten Fällen sollten 10 bis 20, in Ausnahmefällen können sogar 30 bis 40 Prozent Leistungssteigerung drin sein.

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