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PC-Wasserkühlung: Giftige Zusätze?

10.07.2007 | 11:46 Uhr |

Von einem Leser erreichte uns folgende Frage: "Mir ist bekannt, dass eine Wasserkühlung für den PC mit destilliertem Wasser funktioniert. Irgendwann bilden sich aber Schleimalgen und Ablagerungen durch Korrosion. Was kann ich dem Wasser zusetzen, um das zu verhindern?" Wir beantworten diese Frage.

Anforderung:

Fortgeschrittener

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Mittel

Frage:

Von einem Leser erreicht uns folgende Frage: "Mir ist bekannt, dass eine Wasserkühlung für den PC mit destilliertem Wasser funktioniert. Irgendwann bilden sich aber Schleimalgen und Ablagerungen durch Korrosion. Was kann ich dem Wasser zusetzen, um das zu verhindern?"

Antwort:

Bei Zusätzen (Additiven) für Wasserkühlungen sind nicht nur die chemischen Eigenschaften wichtig, sondern auch die Umweltverträglichkeit. Geeignet ist Ethylenglykol (kurz Glykol genannt). Es wirkt als Schutz vor Algen sowie Korrosion und hat eine di-elektrische Wirkung, die den Wärmetransport verbessert.

Glykol ist gesundheitsschädlich, es darf nicht mit Schleimhäuten in Berührung kommen oder verschluckt werden. Der Einsatz als Kühlmittel ist aber zulässig. Welches Mischungsverhältnis Sie für die PC-Kühlung brauchen, steht in der Regel auf der Verpackung.

Andere, weit schädlichere und völlig ungeeignete Kühlmittel und Zusätze gibt es im Versandhandel zuhauf. Produkte für den Automobilbereich beispielsweise sind ungeeignet, da sie für einen viel höheren Temperaturbereich ausgelegt sind. Farbstoffe sind oft sehr ungesund, sie werden nur aus optischen Gründen verwendet.

Tipp: Fordern Sie vom Verkäufer ein Sicherheitsdatenblatt an, das er nach der EU-Richtlinie 91/155/EG bereitstellen muss. Kann er es nicht liefern, dann hat er oft keine Ahnung von seinem Produkt und dürfte es in der EU an sich gar nicht anbieten. In diesem Fall lassen Sie besser die Finger von diesem Angebot.

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