PC-Klima überwachen

PC-Hitzeentwicklung kontrolliert überwachen

Montag den 26.09.2011 um 11:31 Uhr

von Christian Löbering

Zuviel Hitze verringert die Lebensdauer Ihrer Hardware. Doch oft weiß man gar nicht, wie heiß es im Rechner wirklich wird. Wir stellen Ihnen dazu ein passendes Tool vor.

Wenn der PC, eine Software oder ein Spiel immer mal wieder scheinbar grundlos abstürzt oder willkürliche Fehler produziert, sollten Sie prüfen, ob ein überhitztes PC-Bauteil der Auslöser ist. Es ist sowieso grundsätzlich ratsam, die Wärmeentwicklung der Hardware im Auge zu behalten, da eine Überhitzung zur Schädigung einzelner Bauteile und zu Datenverlust führen kann. Wie heiß jede Komponente werden darf, sehen Sie in der nachfolgenden Tabelle. Dabei handelt es sich um sichere Richtwerte für Schreibtisch-PCs. Teilweise können Komponenten auch mehr Hitze vertragen. Moderne Grafik-Chips und Prozessoren haben zudem eine Abschaltautomatik bei Überhitzung. Das schützt die Komponente, wird vom PC-Benutzer allerdings auch als Absturz wahrgenommen.

So heiß darf eine Komponente werden.
Vergrößern So heiß darf eine Komponente werden.

Speedfan konfigurieren: Im PC-WELT-Problemlöserpaket klicken Sie auf „Gesundheit der Hardware überwachen“. Beim ersten Aufruf wird das Programm Speedfan installiert. Folgen Sie dem englischsprachigen Assistenten. Nach abgeschlossener Installation klicken Sie noch einmal auf die Schaltfläche, um Speedfan zu starten.

Im Programmfenster klicken Sie zunächst auf „Configure“. Dann öffnen Sie die Registerkarte „Options“, wählen auf der Ausklappliste neben „Language“ den Eintrag „German“ und klicken auf „OK“. Ab diesem Zeitpunkt hat Speedfan eine deutschsprachige Oberfläche. Diese Einstellung müssen Sie nur beim ersten Start treffen.

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Dann klicken Sie auf „Konfigurieren“. Auf der Registerkarte „Temperaturen“ sehen Sie alle verfügbaren Sensoren. In der Spalte „Name“ wird die Bezeichnung jedes Sensors angegeben. In der Spalte „Chip“ erfahren Sie den Namen der zugehörigen Komponente. Wenn Sie einen Sensoreintrag markieren, erscheinen unten zwei Felder: „Wünschenswert“ und „Warnung“. Übertragen Sie in diese Werte unter „Empfehlung“ und „Gefahr“ aus der vorherigen Tabelle. Dann entfernen Sie die Haken vor den Sensoren, die in der Spalte „Wert“ Temperaturen unter 0 °C anzeigen, und vor denjenigen, die Sie nicht zuordnen können.

Sie können auch die Namen der Sensoreinträge in der Liste in verständlichere ändern. Dazu markieren Sie den jeweiligen Sensoreintrag, drücken die Taste F2, geben den neuen Namen ein und drücken die Enter-Taste. Danach können Sie die Reihenfolge der Sensoreinträge noch mit der Maus neu sortieren. Nachdem Sie alles nach Ihren Wünschen erledigt haben, klicken Sie auf „OK“.

Hitze im Blick: Auf der Registerkarte „Lesen“ erfahren Sie danach in einer Übersicht die aktuelle Prozessorbelastung, die Messwerte der ausgewählten Temperatursensoren und die Rotationsgeschwindigkeiten der PC-Lüfter. Neben den Temperaturen sollten nur grüne Haken, rote Pfeile nach oben oder blaue Pfeile nach unten zu sehen sein.

Temperatur messen mit Speedfan.
Vergrößern Temperatur messen mit Speedfan.


Steht neben einem der Werte ein Flammen-Symbol, wurde an diesem Sensor eine gefährlich hohe Temperatur gemessen. In diesem Fall sollten Sie zunächst im PC-Gehäuse nachsehen, ob sich der entsprechende Lüfter überhaupt dreht. Falls ja, klicken Sie in Speedfan erneut auf „Konfigurieren“, öffnen die Registerkarte „Geschwindigkeiten“, markieren nacheinander jeden Eintrag und setzen unten rechts einen Haken vor „Automatische Variation“. Danach klicken Sie auf „OK“ und setzen auf der Registerkarte „Lesen“ einen Haken vor „Automatische Lüftergeschwindigkeit“.

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Danach sollten sich die Werte neben „Speed01“, „Speed02“... verändern. Wenn sich dadurch auch die Temperatur der überhitzten Komponente reduziert, haben Sie Ihr Problem gelöst. Falls nicht, kann der Lüfter nicht von Speedfan gesteuert werden, und Sie müssen anderweitig für mehr Kühlung im PC sorgen. Das geht etwa, indem Sie einen zusätzlichen Gehäuselüfter einbauen.

Wenn Sie das Speedfan-Fenster minimieren, wird es als Symbol im Infobereich rechts auf der Windows-Leiste abgelegt. Sobald Sie den Mauszeiger darauf führen, erscheint eine Infoblase mit allen aktuellen Temperaturwerten.

Montag den 26.09.2011 um 11:31 Uhr

von Christian Löbering

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