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Ordner "con" und "aux" lassen sich nicht löschen

24.11.2003 | 10:33 Uhr |

Auf einem Schulungsrechner hat ein Witzbold Verzeichnisse mit Namen wie "con" und "aux" erstellt. Im Windows-Explorer können Sie sie zwar öffnen, aber nicht löschen. Wie werden Sie diese Ordner wieder los, ohne das ganze System mit dem Format-Befehl zu planieren? PC-WELT erklärt es Ihnen.

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Problem:

Auf einem Schulungsrechner hat ein Witzbold Verzeichnisse mit Namen wie "con" und "aux" erstellt. Im Windows-Explorer können Sie sie zwar öffnen, aber nicht löschen. Wie werden Sie diese Ordner wieder los, ohne das ganze System mit dem Format-Befehl zu planieren?

Lösung:

Die meisten Programme unter DOS und Windows überprüfen, ob es sich bei angegebenen Datei- und Ordnernamen um einen reservierten Namen wie CON, COM1, AUX, LPT1 oder NUL handelt. Eine Übersicht unzulässiger Namen erhalten Sie auf der Kommandozeile mit dem Befehl "mem /d /p". Alle Namen vom Typ "System-Gerätetreiber" sind tabu, und Programme sollten diese abfangen, um Konflikte zu vermeiden. Soweit die graue Theorie.

In der Praxis zeigen sich aber eine ganze Reihe von alten und neuen Programmen großzügig und monieren bei der Überprüfung auf reservierte Namen nichts. Windows-Systeme der NT-Linie lassen außerdem Gerätenamen als Datei- und Ordnerbezeichnungen zu, allerdings muss man dafür Bordmittel trickreich eingesetzt haben.

Wie Sie diese Dateien und Ordner wieder löschen, hängt vom System ab. Einfach machen es Ihnen Windows NT 4, 2000 und XP. Hier öffnen Sie ein Fenster der Eingabeaufforderung und löschen beispielsweise das Verzeichnis C:\AUX mit diesem Befehl:

rmdir /s \\.\c:\aux

Wenn Sie den Pfad auf diese Weise ansprechen, überprüft das System nicht, ob der angegebene Name gültig ist, sondern löscht einfach das Verzeichnis.

Einen ähnlichen Holzhammer haben DOS-basierte Windows-Systeme nicht im Werkzeugkasten. Hier benötigen Sie Zusatzprogramme wie Odi's DOS Tools für lange Dateinamen (Freeware, 280 KB). Entpacken Sie das Archiv LFN.DE.ZIP in einen beliebigen Ordner. Starten Sie das System in purem DOS, also bei Windows ME per Bootdiskette und bei 95/98 über die Bootmenü-Auswahl. Gehen Sie ins Verzeichnis mit den zuvor entpackten Tools, und entfernen Sie den unerwünschten Ordner mit

ldel /s c:\aux

Achtung:

Setzen Sie diese Tools nicht unter Windows und nur unter FAT/FAT32 ein, sonst handeln sie sich Probleme mit langen und kurzen Dateinamen ein.

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