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Online-Speicher als lokales Windows-Laufwerk einbinden

22.07.2016 | 10:05 Uhr |

Dropbox, Google Drive und Co.: Binden Sie beliebigen Cloud-Speicher als lokales Windows-Laufwerk ein.

Wahnsinnig praktisch, so lässt sich die Funktion von Netdrive beschreiben. Das Tool bettet diverse Online-Speicher von Dropbox über Google Drive bis zu beliebigen FTP-Servern als lokale Laufwerke auf dem Windows-PC ein, die Inhalte lassen sich also bequem im Windows-Explorer verwalten. Außerdem muss man sich nicht immer neu anmelden, dies erledigt das Tool nach einmaliger Eingabe der persönlichen Kontodaten automatisch. Die aktuelle Version Netdrive 2 hat allerdings den Nachteil, dass sich nach Ablauf der 30-tägigen Testphase nur noch ein Cloud-Dienst verwenden lässt, außerdem wird die Übertragungsgeschwindigkeit absichtlich reduziert. Die Bezahllizenz kennt diese Beschränkungen natürlich nicht, mit 42,70 Euro pro Computer ist sie aber nicht ganz billig. Nicht wirklich weiter beim Einbinden von Dropbox und Co hilft übrigens die erste und weiterhin kostenlose Version von Netdrive.

Eine Alternative gibt es aber doch, nämlich über das Programm Visual Subst . Ursprünglich diente die Software dazu, einem beliebigen Ordner unter Windows einen Laufwerksbuchstaben zu verpassen, um das Verzeichnis dann beispielsweise mit speziellen Tools anzusprechen. Genau das lässt sich beispielsweise für die Dropbox ausnutzen, weil der „Cloud-Speicher“ ja gleichzeitig zum Synchronisieren von Dateien zwischen mehreren PCs dient. Es gibt also auf jedem Rechner auch ein lokales Dropbox-Verzeichnis. Wenn Sie dieses in Visual Subst auswählen und mit einem Laufwerksbuchstaben versehen, sind Sie am Ziel.

Die besten Tricks für Dropbox, Onedrive & Google Drive

So geht’s: Entpacken Sie das Tool auf Ihre Festplatte und starten es, eine Installation ist nicht notwendig. Klicken Sie rechts unten auf das Such-/Lupensymbol und wählen Sie das lokale Dropbox-Verzeichnis. Falls Sie es nicht gleich finden, schauen Sie den Pfad in der installierten Dropbox-App über „Einstellungen -> Konto -> Speicherort“ nach. Links daneben wählen Sie einen freien Laufwerksbuchstaben aus, klicken auf das grüne Bestätigungs-Icon und aktivieren darunter die Option „Apply virtual drives on Windows startup“. Das ist im Prinzip schon alles, nur ist die Bezeichnung des neuen Laufwerks ist noch irreführend. Deshalb empfiehlt sich, es im Windows Explorer durch Drücken der Taste F2 so umbenennen, wie Sie es wünschen: zum Beispiel „Dropbox XY“.

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