Online-Shopping

B-Ware: Gebraucht, aber oft so gut wie neu

Mittwoch, 10.08.2011 | 11:00 von Tobias Weidemann
Normalerweise bekommen Sie in Internet-Shops originalverpackte Neuware. Doch es gibt eine weitere Schnäppchen-Kategorie: B-Ware. Darunter versteht man Waren mit kleinen „Macken“.
Oft handelt es sich dabei um Rückläufer und umgetauschte Produkte, bei denen der Originalkarton nur einmal geöffnet wurde. Das Gesetz räumt den Versandhandelskunden nämlich das Recht ein, eine Ware zu bestellen, zu prüfen und bei Nichtgefallen an den Händler zurückzuschicken. Solche Waren dürfen aber nicht mehr als neu verkauft werden, was die Verkäufer vor ein handfestes Problem stellt.

Einige große Händler haben so große Mengen an Rückläufern, dass sie dafür eine eigene Rubrik in ihrem Internetladen aufgemacht haben. So bietet etwa Amazon innerhalb des „Amazon Marketplace“ die „Warehouse Deals“ an. Hier gibt’s Restposten, Einzelstücke und Rücksendungen zu deutlich reduzierten Preisen. Schon wenn die Verpackung nur zur Ansicht geöffnet wurde, spart das dem Kunden 10 bis 15 Prozent. In der Regel sind diese Artikel einwandfrei, da der Erstkunde sie pfleglich behandelt hat, um sie ohne Beanstandungen zurückgeben zu können.

Das Risiko für den Zweitkäufer ist gering, denn wie gewohnt hat er je nach Warengruppe 14 bis 30 Tage Umtauschrecht: 14 Tage durch das Fernabsatzgesetz, den Rest auf freiwilliger Basis durch Amazon. Darüber hinaus räumt der Internethändler zwei Jahre Gewährleistung ein.

Ein vergleichbares Angebot von Versandrückläufern, ebenfalls mit zwei Jahren Gewährleistung, gibt es beim Technikversender Pearl .

Bei B-Ware kann es sich allerdings auch um wiederaufbereitete („refurbished“) Artikel handeln. Die waren bereits im Einsatz und gingen beispielsweise wegen eines Defekts an den Hersteller zurück. Während der Kunde ein Austauschgerät erhielt, wurde das defekte Produkt repariert, um danach erneut in den Handel zu kommen. Auch Notebooks aus Leasing-Verträgen, die einige Monate im Einsatz waren, gelangen so wieder in den Verkauf. Hier lässt sich besonders viel sparen. Allerdings handelt es sich meist um Vorjahresmodelle. PC WELT empfiehlt, B-Ware-Angebote genau unter die Lupe zu nehmen und nachzufragen, falls der Versender den Zustand nicht ohnehin genau beschreibt.

Eine gute Anlaufstelle ist der B-Ware-Bereich von Ebay , wo ausschließlich gewerbliche Verkäufer generalüberholte Waren mit mindestens einem Jahr Gewährleistung anbieten. Auch Apple und Medion haben eigene B-Ware-Abteilungen in ihren Online-Shops.

Mittwoch, 10.08.2011 | 11:00 von Tobias Weidemann
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