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Ebooks aus öffentlichen Bibliotheken ausleihen

10.07.2014 | 11:34 Uhr |

Nicht alle Ebooks muss man kaufen: Das Onleihe-Portal stellt mehr als 120.000 digitale Medien aus Hunderten Bibliotheken zum Ausleihen zur Verfügung.

Dieses Programm brauchen Sie: Calibre , kostenlos, für Windows XP, Vista, 7 und 8.

Onleihe nennt sich die Plattform, über die man digitale Inhalte verschiedener Stadtbibliotheken in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien ausleihen kann. Nach Angaben der Betreiber stehen dort insgesamt mehr als 120.000 Ebooks, digitale Zeitungen und Zeitschriften, Musik, Hörbücher und Videos als Leihmedien zur Verfügung. Das Portal greift dabei jeweils auf den Bestand der Bibliothek des eigenen Wohnorts zurück. Anmelden muss man sich deshalb bei seiner örtlichen Bücherei, die auch die jährliche Nutzungsgebühr für den Bibliotheksausweis festlegt. Die eigentliche Onleihe der digitalen Medien ist – abgesehen von der genannten Jahresgebühr – kostenlos und im Übrigen Tag und Nacht möglich.

So geht’s: Für die mobilen Betriebssysteme Android und iOS stehen in iTunes und im Playstore die Onleihe-Apps zur Verfügung, über die Sie nach dem Einloggen mit Ihrem Bibliotheksaccount im Bestand Ihrer Bücherei oder eines Bibliotheksverbundes stöbern und die Ebooks im Epub-Format leihen können. Aus lizenzrechtlichen Gründen müssen Sie ein entliehenes Ebook unter Umständen, wie bei ausgeliehenen gedruckten Büchern auch, vormerken. Zum Lesen eignen sich diverse Lese-Apps, beispielsweise der Bluefire Reader (Android und iOS). Nach Ende der Leihfrist wird der Buchtitel automatisch aus Ihrem Konto gelöscht, Sie müssen also nichts zurückgeben.
 
Da die Ebooks im Epub-Format vorliegen und über das Adobe-System mit einem Kopierschutz versehen sind, müssen Sie sich beim erstmaligen Aufrufen des Readers mit Ihrer Adobe ID autorisieren. Zum Lesen der entliehenen Ebooks auf dem PC benötigen Sie das Programm AdobeDigital Editions . Das Gleiche gilt, wenn Sie die DRM-geschützten Ebooks auf einen Ebook-Reader übertragen möchten. Mit einer Adobe-ID können Sie bis zu sechs Endgeräte oder Apps freischalten. Nutzen lassen sich alle Ebook-Reader, die das Epub-Format verarbeiten, als beispielsweise die Modelle von Sony, Kobo und der Tolino Shine. Außen vor bleiben dagegen die Kindle-Geräte von Amazon, weil diese das Epub-Format nicht unterstützen. Da hilft auch das komfortable Programm Calibre nichts, mit dem sich die elektronischen Bücher bequem am PC verwalten und konvertieren lassen – beim Umgehen des Kopierschutzes macht Calibre aus rechtlichen Gründen dicht.

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