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Kamera-Know-How: Objektivtypen erklärt

16.05.2014 | 14:31 Uhr |

Für eine Systemkamera braucht man zusätzliche Objektive, um jedes Motiv möglichst optimal einzufangen. Doch welches soll man nehmen? Wir erklären, worauf es ankommt.

Wer eine Systemkamera oder ein Spiegelreflexmodell besitzt, kennt die Problematik: Man möchte sich zusätzliche Objektive zulegen, um jedes Motiv möglichst optimal einzufangen. Doch welches nehmen?

In der Regel unterscheidet man zwischen Zoomobjektiven und Festbrennweiten. Zoomobjektive sind sehr flexibel und optimal für Einsteiger und als Allround-Linsen geeignet. Mit ihnen lassen sich je nach Brennweitenbereich auch entfernte Motive nahe heranholen. Festbrennweiten sind dafür meist sehr lichtstark und bieten dank ihres einfachen Aufbaus eine gleichmäßig gute Bildqualität über den kompletten Bildbereich. Zoomobjektive und Festbrennweiten lassen sich wiederum - abhängig von der Brennweite - in drei Kategorien einteilen: Weitwinkel-, Normal- und Teleobjektive.

Apropos Brennweite: Anders als bei Kompaktkameras wird in den Herstellerdaten eines Objektivs die Brennweite nicht umgerechnet aufs Kleinbildformat (KB) angegeben. Die Umrechnung ist jedoch denkbar einfach. Sie müssen dazu lediglich die beiden Angaben mit dem so genannten Crop-Faktor, auch Brennweitenverlängerung genannt, multiplizieren. Dieser beträgt bei Olympus und Panasonic 2, bei Nikon 2,7, bei Pentax 5,53 und bei Fujifilm, Samsung sowie Sony 1,5. Ein Olympus-Objektiv mit einer angegebenen Brennweite von 14 bis 42 Millimetern hat also eine KB-Brennweite von 28 bis 84 Millimeter.

Objektive mit einer KB-Brennweite bis 45 Millimeter tragen die Bezeichnung Weitwinkel , bis etwa 24 Millimeter nennt man sie Superweitwinkel. Eine Sonderform des Superweitwinkelobjektivs ist das Fisheye. Es hat eine Brennweite von weniger als 20 Millimetern und produziert dabei die typischen stark tonnenförmigen Verzeichnungen an den Bildrändern. Weitwinkelobjektive eignen sich gut für Naturfotografie, aufgrund ihrer hohen Schärfentiefe aber auch für künstlerische Aufnahmen wie einen Akt.

Objektive mit einer KB-Brennweite von etwa 45 bis 60 Millimeter tragen die Bezeichnung Normalobjektiv . Die meisten Standard-Kit-Objektive gehören in diese Kategorie. Der Bildausschnitt eines Normalobjektivs entspricht in etwa dem des menschlichen Auges. Daher eignen sich diese Objektive für Motive, die besonders natürlich abgebildet werden sollen.

Liegt die Brennweite eines Objektivs über 60 Millimetern, nennt man es Teleobjektiv , ab 300 Millimeter Superteleobjektiv . Teleobjektive haben eine geringe Schärfentiefe, sind jedoch oft sehr lichtstark. Daher eignen sie sich aufgrund der daraus entstehenden kurzen Belichtungszeiten optimal für Tier- und Sportfotografie, aber auch für Makroaufnahmen und Porträts.

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