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Notebook und TV kabellos verbinden

18.09.2014 | 11:23 Uhr |

Mit der Technik Wireless Display von Intel lassen sich Notebook und TV über eine direkte WLAN-Verbindung koppeln. Wir zeigen, was man dafür alles braucht.

Zunächst muss in ihrem Notebook ein Core-Prozessor ab der dritten Generation sitzen sowie ein WLAN-Modul von Intel oder Broadcom. Welches Modul Sie haben, steht im Geräte-Manager von Windows unter „Netzwerkadapter“. Auf aktuellen Notebooks mit Intel-Core-CPU ist die Software für Wireless Display üblicherweise vorinstalliert.

Achten Sie aber darauf, dass Sie die aktuellste Version haben, und aktualisieren Sie auch die Treiber für die Prozessor-Grafik. Für den Fernseher benötigen Sie eine Wi-Di-Adapterbox, beispielsweise Netgears Push 2 TV für rund 70 Euro. Die Box kommt an die Steckdose und per HDMI-Kabel an den Fernseher. Anschließend wählen Sie am TV als Quelle den entsprechenden HDMI-Eingang. Starten Sie nun die Wi-Di-Software auf dem Notebook. Nach kurzer Zeit erkennt sie den Adapter, und per Doppelklick verbinden Sie Notebook und Adapter. Anschließend erscheint auf dem TV ein mehrstelliger Zahlencode, den Sie innerhalb einer Minute in der Wi-Di-Software eingeben müssen, um die WLAN-Verbindung zu sichern. Das brauchen Sie aber nur beim ersten Mal zu erledigen. Aktivieren Sie die Option „Automatisch verbinden“ in der Software, kontaktieren sich Adapter und Notebook von allein, sobald Sie das Wi-Di-Tool starten.

Tipp: Vom Smartphone auf das TV-Gerät streamen

Hat alles geklappt, erscheint der Notebook-Bildschirm auf dem Fernseher. Braucht das Tool länger, um sich mit dem Adapter zu verbinden, müssen Sie eventuell eine Ausnahme für das Wi-Di-Tool in der Firewall anlegen. Sie können nun am Notebook wie beim Anschluss eines externen Monitors zwischen den Darstellungen wechseln, etwa dupliziertem oder erweitertem Bildschirm. Oder Sie wechseln die Auflösung.

Nun können Sie Inhalte über das Notebook am Fernseher ausgeben. Auch Abspielen von Blu-rays funktioniert. Die Verbindung zwischen Notebook und WLAN-Router bleibt bestehen, so dass Sie Wi-Di und Internet gleichzeitig nutzen können. Häufig müssen Sie über das Menü am Fernseher die Darstellung anpassen, weil das Bild nicht den ganzen Bildschirm ausfüllt. In der Intel-Software gibt es dafür keine Optionen.

Perfekt ist Wi-Di allerdings nicht. Im Test störten trotz kurzer Funkstrecke bei der Filmwiedergabe häufig Ruckler sowie Bildund Tonversatz. Auch Eingaben auf dem Notebook sowie Bewegungen des Mauszeigers erschienen verzögert auf dem TV.

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