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Nervende Werbeanrufe: Beschwerde einreichen oder gezielte Selbsthilfe …

28.07.2016 | 15:10 Uhr |

Pünktlich zum Feierabend ruft daheim mal wieder eine Firma oder ein Umfrageinstitut an? Nicht mit Ihnen: So wehren Sie sich.

Rund 25.000 Beschwerden gehen jedes Jahr bei der zuständigen Bundesnetzagentur wegen unerwünschter Telefonwerbung und Anrufen ein – und das, obwohl die sogenannten „Cold Calls“ ohne ausdrückliche, schriftliche Einwilligung im Prinzip verboten sind. Wer von solchen Anrufen betroffen ist, kann – und sollte – das betreffende Formular laden, ausfüllen und bei der Netzagentur als Beschwerde einreichen. Die kann bei Gesetzesverstößen Bußgelder gegen Firmen verhängen, ist dabei aber auf die Eingaben der Bürger angewiesen. Und nur wenn sich genügend Menschen beschweren, lohnt sich das Geschäft mit den unerlaubten Werbeanrufen nicht mehr. Der Verbraucherzentrale Bundesverband weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass Verträge über Gewinnspieldienste nur dann wirksam sind, wenn sie schriftlich, per Fax oder per E-Mail geschlossen werden. Ein Vertragsschluss am Telefon reicht nicht mehr aus .

Unerwünschte Anrufe und Nachrichten auf dem Smartphone blockieren

Auf dem Android-Smartphone – und damit per Fritz Fon App und Fritzbox auch am Festnetzanschluss – laufen Werbeanrufe mit der App „Calls Blacklist“ ist Leere. Unabhängig davon greift mancher Genervte bei ständigen, also wirklich hartnäckigen Anrufen eines Werbeunternehmens gezielt zur Selbsthilfe und verbindet den Anrufer quasi wieder mit sich selbst. Dazu notiert man die eingehende Rufnummer im Display und gibt diese in eine Internet-Suchmaschine ein. In aller Regel wird so schnell klar, welche Firma dahintersteckt. Wer ganz sichergehen will, ruft die Nummer einmal zurück – natürlich mit unterdrückter Rufnummernanzeige. Auf der Webseite des Unternehmens findet sich im Impressum immer die Rufnummer, an die man das eingehende Gespräch des Callcenters einfach weiterleitet.

Jolly Roger: Dieser Telefon-Roboter stoppt lästige Werbeanrufer

Die genaue Prozedur hängt nur von der Anschlussart, vom Provider und der Anzahl der gleichzeitig zur Verfügung stehenden Leitungen des eigenen Anschlusses ab. Entweder stellt man die Weiterleitung im Router ein – für die Fritzbox erklärt es der Hersteller AVM hier – oder man richtet sie im Online-Centers seines Telefonproviders beziehungsweise der entsprechenden Smartphone-App ein. Die Gebühren für die Weiterleitung zahlt man natürlich selbst, bei einer Festnetz-Flatrate oder der Übergabe an eine kostenlose 0800er-Nummer entfallen die Kosten jedoch.


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