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Netzwerkübersicht – wieder im Explorer dargestellt

23.07.2014 | 11:31 Uhr |

Seit Windows 8 gibt es die Netzwerk-Übersicht nicht mehr. Weil aber die Heimnetzwerke immer größer werden, suchen Nutzer nach Ersatz. Im Explorer finden sie eine Möglichkeit, sich die Netzwerkgeräte anzeigen zu lassen.

Wenn Microsoft den Nutzern eine Funktion nimmt, etwa die Netzwerkübersicht aus Windows Vista und Windows 7, dann hilft ein kleiner Kunstgriff, um auch unter Windows 8 und 8.1 eine ähnliche Darstellung zu erzielen, in der man letztlich sogar mehr erfährt als in der bisherigen Netzwerkübersicht.

Verloren geht allerdings die Darstellung des Netzwerks mit seinen Switches und Routern. Und weil auch sonst eine Menge Informationen auf der Strecke bleiben, kann man sich auch mit dem kostenlosen Softperfect Network Scanner 5.5.6 behelfen.

So geht’s: öffnen Sie mit der Tastenkombination Windows+E den Explorer und klicken Sie in seiner linken Spalte den Eintrag „Netzwerk“ an. Klicken Sie nun im Menü auf Ansicht und hier auf Details. Wenn Sie nun in die Kopfzeile des Hauptfensters mit der rechten Maustaste klicken, können Sie die Spalten IP-Adresse und MAC-Adresse auswählen, so dass Sie die wichtigsten Informationen über alle Rechner in Ihrem Netzwerk auf einen Blick vor sich liegen haben.

So übersichtlich diese Ansicht auch sein mag – gegenüber der Netzwerkübersicht, die es bis Windows 7 gab, fehlen die Infrastruktur-Elemente des Netzwerks, die sich ohne Zusatzsoftware nicht anzeigen lassen. Und IP-Adressen werden nur für solche Elemente angezeigt, die entweder per WSD oder SSDP erkannt werden.

Wenn Sie mehr wissen wollen über Ihr Netzwerk, sollten Sie den Softperfect Network Scanner installieren.

Das Programm braucht keine Installation, sondern kann direkt aufgerufen werden. Es benötigt auch keine Administratorrechte. Nach dem ersten Start klickt man am besten auf „Start Scanning“ in der Buttonleiste. Dann stellt das Programm die Netzwerkübersicht zusammen. In den Optionen kann man festlegen, dass das Programm versuchen soll, das Betriebssystem der Clients zu ermitteln – und bei Windows-Maschinen auch die Zeit, die sie schon laufen. Außerdem kann es auf Wunsch den Hersteller der Netzwerkkarte feststellen und anzeigen.

Bei allen Maschinen, auf denen Freigaben vorhanden sind, zeigt das Programm auch den Namen und die Benutzerrechte der Freigaben an. Damit entsteht ein bei weitem detaillierterer Überblick über das eigene Netzwerk, den man auch abspeichern kann. Letzteres ist sehr praktisch, wenn man die Übersicht beispielsweise aus Dokumentationsgründen an einen Kollegen oder Kunden weitergeben will. Dann kann man sich die Übersicht eines fremden Netzwerks ansehen, ohne dafür vor Ort zu sein.

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