Netzwerke Tipps & Tricks

So nutzen Sie schnelle und langsame Festplatten richtig

Donnerstag den 23.08.2012 um 14:39 Uhr

von Stephan Mayer

Bildergalerie öffnen Festplatten im Netzwerk richtig nutzen
© iStockphoto.com/pavlinec
Irgendwann ist die größte Festplatte voll. Das gilt insbesondere im Heimnetzwerk, wenn jeder seine Daten auf einem zentralen Server ablegt, aber kaum jemand über das Löschen nicht mehr benötigter Dateien nachdenkt.
Oft ist diese Datenzentrale ein ausrangierter PC, der nur begrenzte Einbaumöglichkeiten für weitere Festplatten bietet. Sind die internen Schächte und Anschlüsse ausgereizt, bleiben Ihnen als Administrator nur noch zwei Möglichkeiten: Wenn die erste, die Anschaffung eines neuen Server-PCs als Server, am Budget scheitert, können Sie zusätzlichen Speicherplatz nur noch via externer (USB-)Festplatte bereitstellen.

Der Haken an der preiswerteren externen Festplatten-Lösung ist, dass die Leistung von USB-Platten bei parallelen Zugriffen mehrerer Benutzer einbricht. Deshalb sollten Sie sich ein Dateimanagement überlegen, das Parallelzugriffe weitgehend verhindert. Dies gilt unabhängig davon, welches Betriebssystem auf dem von Ihnen benutzten Server läuft.

Ausführen von Dateioperationen per Remote Desktop von
einem Windows-PC auf die Oberfläche eines Linux-Servers.
Vergrößern Ausführen von Dateioperationen per Remote Desktop von einem Windows-PC auf die Oberfläche eines Linux-Servers.

So geht’s: Vergeben Sie für Freigaben auf der USB-Platte ausschließlich Leserechte für die Benutzer des Netzwerks. Zur Ablage der Daten im Netzwerk sollten auch weiterhin die vorhandenen (S)ATA-Festplatten im Server genutzt werden. Nur Sie als Administrator sollten Daten auf die USB-Festplatte speichern dürfen. Verschieben Sie dann einfach die unveränderlichen Dateien aus den Schreib-Lese-Platten auf die USB-Festplatte. Beispielsweise neu hinzugekommene Musik- und Videodateien: Die werden letztlich nur recht selten genutzt und verursachen kaum Last auf der Festplatte. Ebenso kann man, wenn man ohnehin gerade am Umlagern von Dateien ist, auch Backup-Archive und ähnlichen Ballast von den schnelleren auf die langsameren Datenträger verlagern.

Das Verschieben funktioniert übrigens am schnellsten, wenn Sie sich von Ihrem Arbeitsplatz-PC im Windows-Netzwerk via Remote Desktop, im Linux- oder Mac-OS-X-Netzwerk via X-Server auf dem Server anmelden und direkt dort in einem Dateimanager die Dateien verschieben. Das Verschieben auf Ihrer Arbeitsstation würde bedeuten, dass alle Daten erst einmal via Netzwerk zu Ihrer Station und anschließend auf dem gleichen Weg zurück auf den Server transportiert werden müssen. Das belastet das Netzwerk und blockiert den Server während dieser Zeit womöglich für weitere Zugriffe.

Donnerstag den 23.08.2012 um 14:39 Uhr

von Stephan Mayer

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
1289865