Netzwerk-Tricks

Permanente IP-Adressen an PCs vergeben

Freitag den 07.10.2011 um 11:01 Uhr

von Stephan Mayer

© iStockphoto.com/Alexsl
Netzwerk-PCs bekommen bei jedem Anmelden eine neue IP-Adresse zugewiesen. Das ist für viele Programme jedoch problematisch, da diese den PC nicht mehr finden.
Wer nur via Windows-Freigabe auf PCs im Netzwerk zugreift, bekommt nichts davon mit, dass diese normalerweise mit wechselnden IP-Adressen angemeldet werden. Verantwortlich dafür ist der DHCP-Server, in der Regel der Router, der den Netzwerkgeräten bei der Anmeldung eine freie IP-Adresse zuweist.
Im Konfigurations- programm lassen sich Netzwerkspeichern
und anderen Geräten feste IP-Adressen zuweisen.
Vergrößern Im Konfigurations- programm lassen sich Netzwerkspeichern und anderen Geräten feste IP-Adressen zuweisen.

Manche Netzwerkgeräte wie NAS-Speicher oder Multimedia-Player muss man jedoch zur Konfiguration gezielt mit dem Internet-Browser ansprechen. Dann ist es ärgerlich, wenn sie nicht mehr unter der alten IP-Adresse erreichbar sind. Doch das lässt sich recht einfach verhindern, indem Sie solchen Geräten feste Adressen zuweisen. Einschränkung: Bei vielen Telekom-Routern der Speedport-Serie funktioniert das nicht. Bei ihnen ist die entsprechende Funktion im Gegensatz zu den Fritzbox-Originalgeräten von AVM nicht verfügbar.



So geht’s: Die Vorgehensweise wird hier am Beispiel eines Netgear WNDRMAC beschrieben, funktioniert bei Fritzboxen und D-Link- oder Cisco-Routern aber ähnlich. Falls Sie die entsprechenden Menüpunkte nicht sofort finden, sehen Sie im Handbuch nach.

Rufen Sie an einem Netzwerk-PC im Internet-Browser die Verwaltungsoberfläche des Routers auf, und melden Sie sich mit Ihrem Kennwort an. Beim Netgear-Gerät wechseln Sie dann auf „Advanced“ und klicken dann auf „LAN-Konfiguration“. Im nächsten Fenster sehen Sie den standardmäßig aktivierten Eintrag „Router als DHCP-Server verwenden“. Darunter ist noch keine „Adressreservierung“ eingetragen. Klicken Sie dort auf „Hinzufügen“. Im nächsten Fenster wählen Sie in der Liste das Netzwerkgerät aus, dessen IP-Adresse sich zukünftig nicht mehr ändern soll. Dann geben Sie ihm einen aussagekräftigen Namen. Sie können hier auch noch eine besser merkbare IP-Adresse festlegen.



Sollte das Gerät in der Liste nicht erscheinen, etwa weil es noch keine Datenpakete an den Router geschickt hat, können Sie es anhand seiner so genannten MAC-Adresse hier eintragen. Um diese zu ermitteln, drücken Sie die Windows-Taste und die Taste R. Dann tippen Sie in das so aufgerufene „Ausführen“-Feld cmd und drücken die Enter-Taste. In das danach erscheinende Fenster der Eingabeaufforderung tippen Sie <ping momentane IP-Adresse> und dann arp –a <momentane IP-Adresse>. Die „momentane IP-Adresse“ ist die, mit der Sie das Gerät per Internet-Browser am Computer erreichen. In der letzten der dann erscheinenden Meldungszeilen steht die „MAC-Adresse“. Diese tragen Sie ins Fenster „Adressreservierung“ ein. Dann legen Sie die IP-Adresse fest, vergeben einen Namen, speichern die neue Einstellung per Klick auf „Aktualiseren“ und beenden die Router-Konfiguration. Falls Sie dabei eine IP-Adresse geändert haben, müssen Sie das entsprechende Gerät noch neu starten.

Freitag den 07.10.2011 um 11:01 Uhr

von Stephan Mayer

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