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Netzwerk-Tricks

Permanente IP-Adressen an PCs vergeben

07.10.2011 | 11:01 Uhr |

Netzwerk-PCs bekommen bei jedem Anmelden eine neue IP-Adresse zugewiesen. Das ist für viele Programme jedoch problematisch, da diese den PC nicht mehr finden.

Wer nur via Windows-Freigabe auf PCs im Netzwerk zugreift, bekommt nichts davon mit, dass diese normalerweise mit wechselnden IP-Adressen angemeldet werden. Verantwortlich dafür ist der DHCP-Server, in der Regel der Router, der den Netzwerkgeräten bei der Anmeldung eine freie IP-Adresse zuweist.

Im Konfigurations- programm lassen sich Netzwerkspeichern
und anderen Geräten feste IP-Adressen zuweisen.
Vergrößern Im Konfigurations- programm lassen sich Netzwerkspeichern und anderen Geräten feste IP-Adressen zuweisen.

Manche Netzwerkgeräte wie NAS-Speicher oder Multimedia-Player muss man jedoch zur Konfiguration gezielt mit dem Internet-Browser ansprechen. Dann ist es ärgerlich, wenn sie nicht mehr unter der alten IP-Adresse erreichbar sind. Doch das lässt sich recht einfach verhindern, indem Sie solchen Geräten feste Adressen zuweisen. Einschränkung: Bei vielen Telekom-Routern der Speedport-Serie funktioniert das nicht. Bei ihnen ist die entsprechende Funktion im Gegensatz zu den Fritzbox-Originalgeräten von AVM nicht verfügbar.

Netzwerk-Probleme systematisch lösen

So geht’s: Die Vorgehensweise wird hier am Beispiel eines Netgear WNDRMAC beschrieben, funktioniert bei Fritzboxen und D-Link- oder Cisco-Routern aber ähnlich. Falls Sie die entsprechenden Menüpunkte nicht sofort finden, sehen Sie im Handbuch nach.

Rufen Sie an einem Netzwerk-PC im Internet-Browser die Verwaltungsoberfläche des Routers auf, und melden Sie sich mit Ihrem Kennwort an. Beim Netgear-Gerät wechseln Sie dann auf „Advanced“ und klicken dann auf „LAN-Konfiguration“. Im nächsten Fenster sehen Sie den standardmäßig aktivierten Eintrag „Router als DHCP-Server verwenden“. Darunter ist noch keine „Adressreservierung“ eingetragen. Klicken Sie dort auf „Hinzufügen“. Im nächsten Fenster wählen Sie in der Liste das Netzwerkgerät aus, dessen IP-Adresse sich zukünftig nicht mehr ändern soll. Dann geben Sie ihm einen aussagekräftigen Namen. Sie können hier auch noch eine besser merkbare IP-Adresse festlegen.

Netzwerk-Schutz mit Bitdefender 2011

Sollte das Gerät in der Liste nicht erscheinen, etwa weil es noch keine Datenpakete an den Router geschickt hat, können Sie es anhand seiner so genannten MAC-Adresse hier eintragen. Um diese zu ermitteln, drücken Sie die Windows-Taste und die Taste R. Dann tippen Sie in das so aufgerufene „Ausführen“-Feld cmd und drücken die Enter-Taste. In das danach erscheinende Fenster der Eingabeaufforderung tippen Sie <ping momentane IP-Adresse> und dann arp –a <momentane IP-Adresse>. Die „momentane IP-Adresse“ ist die, mit der Sie das Gerät per Internet-Browser am Computer erreichen. In der letzten der dann erscheinenden Meldungszeilen steht die „MAC-Adresse“. Diese tragen Sie ins Fenster „Adressreservierung“ ein. Dann legen Sie die IP-Adresse fest, vergeben einen Namen, speichern die neue Einstellung per Klick auf „Aktualiseren“ und beenden die Router-Konfiguration. Falls Sie dabei eine IP-Adresse geändert haben, müssen Sie das entsprechende Gerät noch neu starten.

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