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NAS im Windows 10 im Explorer sichtbar einbinden

27.05.2016 | 15:10 Uhr |

Sie haben einen neuen Netzwerkspeicher oder den Rechner auf Windows 10 aktualisiert oder bei Ihrem NAS etwas geändert – etwa eine Festplatte ersetzt. Jetzt können Sie die Speicherzentrale zwar über den Webbrowser per IP erreichen, nicht aber über den Windows-Explorer. Dort scheint sie verschwunden zu sein. Wir zeigen, wie Sie den Miniserver wieder sichtbar machen.

Einstellung im NAS: Eine Ursache, warum Sie den Netzwerkspeicher im Windows-Explorer nicht gelistet sehen, kann an den Protokollen liegen. Überprüfen Sie, ob SMB/CIFS (Server Message Block/ Common Internet File System) im NAS aktiviert ist. Denn dieses Netzwerkprotokoll sorgt dafür, dass sich Daten zwischen Windows-, Mac- und Linux-Clients und dem NAS austauschen lassen. Das erledigen Sie über das Dashboard des NAS, das Sie im Webbrowser öffnen. Meist finden Sie die Option unter „Systemeinstellungen -> Dateidienst“ oder „Netzwerkdienst -> Win/Mac/NFS“. Setzen Sie das Häkchen etwa bei „Dateidienst für das Microsoft-Netzwerk aktivieren“. Danach müssen Sie eventuell noch auf „Übernehmen“ klicken, bevor der Dienst angeschaltet ist. Am besten gehen Sie genauso bei Mac und NFS vor. Damit sind auch Mac- und Linux-Clients erreichbar. Bei manchen NAS-Servern sind die Dienste auch unter einem Punkt zusammengefasst. Mit einem Klick aktivieren Sie so die Dienste für alle drei Betriebssysteme.

Um einen Netzwerkspeicher vom Windows-Client aus erreichen zu können, muss der Netzwerkdienst „Win/Mac/NFS“ aktiviert sein. Check am Windows-Rechner: Überprüfen Sie, ob das NAS im Windows-Explorer unter „Netzwerk“ gelistet ist. Ist das nicht der Fall, checken Sie die Netzwerkkonfiguration, denn NAS und Windows-Rechner müssen in derselben Arbeitsgruppe eingerichtet sein. Gehen Sie dazu auf „Systemsteuerung -> System und Sicherheit -> System“.

Unter dem Punkt „Arbeitsgruppe“ sollte dieselbe stehen wie im NAS-Dashboard – also beispielsweise „WORKGROUP“.

NAS-Systeme für Profis: Darauf sollten Sie achten

Anschub über das NAS: Stimmt auch die Arbeitsgruppe auf NAS und Client überein, fehlt eventuell nur ein letzter Push, bis das NAS im Windows-Explorer auftaucht. Sie können diesen Schub initiieren, indem Sie im NAS-Webinterface den Datenaustausch anstoßen – das funktioniert in der Regel über eine Dateimanager-App der NAS. Rufen Sie die App auf, und wählen Sie dort einen freigegebenen Ordner auf – etwa „Public“. Allein schon mit dem Anklicken des Verzeichnisses wird der Dateidienst aktiviert. Oft reicht diese Aktion aus, um das NAS im Windows-Explorer anzuzeigen.

Anzeigen per IP: Umgekehrt lässt sich die Netzwerkfestplatte im Windows-Explorer auch anzeigen, indem Sie die IP-Adresse in die Befehlszeile eingeben – etwa 192.168.2.13. Mit einem Klick auf „Enter“ wird die Verbindung zum NAS hergestellt. Der Miniserver erscheint nun im Windows-Explorer.

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