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Mount Rainier: Das kann der neue Standard für CD-RWs

Problem: Hersteller wie Teac und Yamaha werben damit, dass ihre neuen Brenner Mount-Rainier-kompatibel sind. Was bringt der Standard?

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Einsteiger, Fortgeschrittener, Profi

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Gering

Hersteller wie Teac und Yamaha werben damit, dass ihre neuen Brenner Mount-Rainier-kompatibel sind. Was bringt der Standard?

Mit dem von Compaq, Microsoft, Philips und Sony entwickelten Standard Mount Rainier (CD-MRW) sollen sich CDRWs so einfach wie eine Diskette (wieder-)beschreiben lassen. Um Dateien etwa mit dem Explorer auf CD-RW zu kopieren, kam bisher Packet Writing zum Einsatz, ein Verfahren, das UDF-Programme wie Direct CD von Roxio nutzen.

Anstatt eine halbe Stunde zu warten, bis die CD-RW per UDF formatiert ist, können Sie bei Mount Rainier die CDRW sofort nutzen, weil CD-MRW sie im Hintergrund formatiert. Weitere Vorteile von Mount Rainier: Das Laufwerk selbst sperrt defekte Sektoren auf dem Medium - das ist schneller und sicherer, als wenn das wie bisher durch die UDF-Software geschieht.

Außerdem können CD-MRW-Laufwerke auch 2-KB-Sektoren ansprechen: Damit ergibt sich beim Datenspeichern weniger Verschnitt als beim Packet Writing, das mit einer festen Sektorengröße von 64 KB arbeitet.

Momentan benötigen Sie für entsprechend ausgestattete Laufwerke (Beispiele: Mitsumi CR 480A TE und Teac CD-W540) zum Schreiben und Lesen noch UDF-Programme, die CD-MRW unterstützen, etwa InCD ab Version 3.0.

Der Nachfolger von Windows XP (Codename "Longhorn") soll Mount Rainier aber schon von Haus aus unterstützen.

Achtung: Auch der CRW3200 von Yamaha folgt angeblich dem Standard Mount Rainier, tut das aber noch fehlerhaft. Installieren Sie deshalb die Firmware-Version 1.0d. Bei anderen Brennern, etwa dem CD-W524 von Teac, soll sich Mount Rainier demnächst per Firmware nachrüsten lassen.

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