06.12.2011, 11:01

Tobias Weidemann

UMTS ohne Surfbremse

Surf-Drossel bei mobilem Internet vermeiden

Mit Überwachungs-Tools behalten Sie Ihren Surfverbrauch im Auge. ©iStockphoto.com/MarsBars

Egal, ob 100, 200 oder 500 MB: Ab einer gewissen Datenmenge wird mobiles Internet stark gedrosselt. Wir zeigen, wie Sie es erst gar nicht soweit kommen lassen.
Egal welchen Tarif Sie für Ihr mobiles Internet nutzen: Das Datenvolumen ist bei fast allen Flatrates auf eine feste Megabyte-Anzahl beschränkt. Ist diese erreicht, wird der Datenverkehr gedrosselt. Daher ist es auch gut zu wissen, wie viel Freivolumen Sie im aktuellen Abrechnungszeitraum noch übrig haben. Je nach Betriebssystem gehen Sie unterschiedlich vor, um den Verbrauch zu messen. Dieser Artikel beschäftigt sich mit Spar-Tools auf Windows-Systemen. Wenn Sie hingehen nach Apps für Android-Smartphones, Tablets und iPhones suchen, lohnt sich ein Blick in den dazugehörigen Schwesterartikel.
Unter Windows: Vor einigen Jahren gab es noch eine Reihe von Programmen zum Protokollieren des verbrauchten Datenvolumens. Allerdings waren diese meist auf den Gebrauch mit Modems beschränkt und oft nicht für die Messung des Datenverkehrs mit UMTS-Sticks geeignet. Einige der Programme benötigen zusätzliche Treiber und sind kompliziert in der Bedienung. Heutzutage haben Sie unter Windows meist die Möglichkeit, den Datenverkehr über die Betriebs-Software Ihres UMTS-Sticks zu messen. Schauen Sie, falls Sie sich über eine solche Einwahl-Software mit dem Internet verbinden, zunächst dort nach, und ziehen Sie gegebenenfalls das entsprechende Anzeige-Widget auf den Desktop. Eine einfache und übersichtliche Lösung für Windows XP, Vista und 7 ist die kostenlose Software Net Speed Monitor 2.5.4.0 .
Notebook für mobiles Internet fit machen

Installieren Sie zunächst die Software, und starten Sie diese. Dabei werden Sie gefragt, ob Sie eine Symbolleiste zur Windows-Systemleiste (Systray) hinzufügen wollen. Diese zeigt Ihnen permanent die Geschwindigkeit der hoch- und heruntergeladenen Datenströme an. Im nächsten Dialogfeld legen Sie unter Punkt 2 fest, welche Netzwerkverbindung überwacht und ob der Datenverkehr in einer Datenbank aufgezeichnet werden soll. Das stellt sicher, dass Sie im Nachhinein überprüfen können, welche Prozesse oder Aufgaben den meisten Datenverkehr verursacht haben. An sich ist es nicht notwendig, diese Informationen dauerhaft zu speichern.

Alle wichtigen Informationen sehen Sie nun, indem Sie mit der Maus über die zum Programm gehörende Anzeige fahren. Hier öffnet sich eine Sprechblase, die Ihnen das verbrauchte Datenvolumen anzeigt, aufgeschlüsselt nach Up- und Downstream und nach aktueller Sitzung, aktuellem Tag und Monat. Der Zahlenwert bezieht sich standardmäßig auf die Einheit Megabyte. Wenn Sie dies ändern wollen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Net-Speed- Monitor-Anzeige, wählen die Registerkarte „Sprechblase“ und ändern die Einheit von MB in GB. Das ist aber in der Regel nicht sinnvoll, es sei denn, Ihr Datenverbrauch ist exorbitant hoch.
Die besten Internet-Tools der Welt

Wichtig auch: Wenn Sie unterwegs per UMTS surfen, manchmal aber auch eine WLAN-Verbindung verwenden, brauchen Sie das per WLAN übertragene Datenvolumen nicht zu berücksichtigen. Sie können in diesem Fall die jeweilige Sitzung in der Gesamtberechnung streichen lassen. Das erledigen Sie, indem Sie mit dem Mauszeiger über die Anzeige fahren und die rechte Maustaste drücken. Wählen Sie nun den Punkt „Schnellzugriff, Sitzung löschen“. Hier können Sie auch über „Beobachtung an“ beziehungsweise „Beobachtung aus“ bestimmte Verbindungen ausklammern, beispielsweise wenn Sie von zu Hause aus im Internet sind.
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