05.12.2011, 10:35

Tobias Weidemann

Datenvolumen optimal nutzen

Sparsamer mit dem Smartphone surfen

Mobiles Internet ist zwar überall verfügbar, aber oft mit einer maximalen Datengrenze versehen. ©iStockphoto.com/kryczka

Wer mobil ins Internet geht, sollte auf den Datenverkehr achten. Der ist nämlich selten unbegrenzt. Wir zeigen Apps, mit denen Sie besser über die Surf-Runden kommen.
Mit mobilen Geräten wie Notebooks, Tablet-PCs und Smartphones sind Sie unterwegs schnell im Internet. Doch anders als bei der Flatrate zu Hause sind UMTS-Flatrates von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen keine unbegrenzten Endlos-Surf-Tarife. Denn Sie dürfen zwar theoretisch über die Leitung so viele Daten schicken, wie Sie möchten, praktisch wird aber nach einem vertraglich festgelegten Datenvolumen die Übertragungsgeschwindigkeit durch den Anbieter empfindlich gedrosselt. Mit UMTS/HSDPA surfen Sie mit bis zu 7,2 Mbit/s. Das ist schneller als manch handelsüblicher Breitbandanschluss und dürfte für die meisten Nutzungszwecke ausreichen. Doch nach Aufbrauchen des Inklusivvolumens stehen Ihnen je nach Internetanbieter nur noch zwischen 54 und 64 KBit/s zur Verfügung – eine Geschwindigkeit, die mit dem guten alten Modem vergleichbar ist.

Einige Beispiele: Mit der 1&1 Notebook-Flat surfen Sie für 9,99 Euro im Monat mit bis zu 7,2 MBit/s. Nach 1 GB Inklusivvolumen wird die Geschwindigkeit auf maximal 64 KBit/s reduziert. Bei der Internet-Flat 500 von Klarmobil wird dagegen bereits nach 500 MB gedrosselt. Beim werbesubventionierten Gratis-Tarif Netzclub Sponsored Surf Basic ist sogar nach 100 MB monatlichem Datenvolumen Schluss mit schnellem Internet. Der ist indes ohnehin nur für Smartphones, nicht aber für Notebooks zugelassen. Selbst wer seine SIM-Karte nur mit dem Smartphone nutzt, erreicht die Datenmenge schnell, denn die Geräte greifen in den Standardeinstellungen auch ohne Ihr Zutun ständig aufs Internet zu und beziehen Daten.

Doch nicht nur bei mobilen UMTS-Tarifen ist der Datenverkehr begrenzt und wird ab einem bestimmten Datenumsatz empfindlich gedrosselt. Auch bei den neuen LTE-Anschlüssen, mit denen auch die bislang nicht DSL-versorgten ländlichen Gebiete in den Genuss von Breitband-Internet kommen sollen, wird nach einer vorgegebenen Datenmenge (bei Telekom-Anschlüssen ab 3 GB Downstream, bei Vodafone ab 5 GB) der Datenverkehr so stark begrenzt, dass sich der Nutzer an alte Modem-Zeiten erinnert fühlt.
Android-Tricks: So bekommen Sie mehr Akkulaufzeit

Datenverkehr reduzieren
Am einfachsten sind Sie mit Notebook und Netbook dran. Da es nur wenige Geräte mit eingebautem UMTS-Kartenschacht gibt, werden Sie hier in den meisten Fällen auf einen UMTS-Stecker angewiesen sein, der über den USB-Anschluss mit dem mobilen Rechner verbunden wird. Und der kann nur Daten saugen, wenn er angeschlossen ist und der Rechner läuft. Doch auch hier haben Sie Sparpotenzial – indem Sie mit dem richtigen Internet-Browser surfen (siehe unten).

Problematischer liegt der Fall bei Smartphones und Tablet-PCs. Hier haben Sie weit weniger Kostenkontrolle. Denn egal, ob Android oder iOS als Betriebssystem zum Einsatz kommt, gibt es eine Vielzahl von Aktualisierungen, die auch im Standby-Modus, also bei ausgeschaltetem Bildschirm, aber eingeschaltetem Gerät durchgeführt werden.

Einige Beispiele: das regelmäßige Abrufen von E-Mails von einem oder mehreren hinterlegten E-Mail-Konten, die Aktualisierung der Wetterdaten und von Nachrichten-Feeds, teilweise auch das Lokalisieren des Geräts, sofern das nicht ausschließlich über das eingebaute GPS-Modul erfolgt. Besonders stark ins Gewicht fällt das Aktualisieren der installierten Apps, falls Sie das über den dazugehörigen App-Store oder -Market automatisch erledigen lassen. Insbesondere das Aktualisieren größerer Apps sollten Sie gezielt erledigen, wenn Sie in einem WLAN eingebucht sind.
Unter Android finden Sie alle hierfür benötigten Einstellungen unter „Einstellungen, Konten & Synchronisierung“. Hier können Sie pauschal die Synchronisierung von Daten unterbinden, indem Sie unter „Automatische Synchronisierung“ das Häkchen entfernen oder – noch umfassender – das Häkchen bei „Hintergrunddaten“ entfernen. Wer’s individueller mag oder braucht, kann unten die automatisch auf das Internet zugreifenden Apps und Konten durchsehen und individuell entscheiden, welchen er wie viel Autonomie zugestehen will. Ein guter Kompromiss ist es – etwa bei Wetter-Apps –, die Häufigkeit der Synchronisierung von wenigen Minuten auf mehrere Stunden hochzusetzen.
Unter „Einstellungen, Ort“ können Sie, falls Sie Datenverkehr sparen wollen, festlegen, dass Ihr Aufenthaltsort ausschließlich über das integrierte GPS-Modul erfolgt, nicht über die IP-Adressenzuordnung. Entfernen Sie dazu das Häkchen bei „Wireless nutzen“ (der Punkt heißt bei einigen Android-Versionen „Drahtlosnetzwerke“ und findet sich unter „Standort & Sicherheit“.

Bei iPhone und iPad werden die Apps standardmäßig nur auf Nachfrage aktualisiert und ab 20 MB Datengröße auch nur heruntergeladen, wenn eine WLAN-Verbindung besteht. Zusätzlich sollten Sie aber gegebenenfalls unter „Einstellungen, Mail, Kontakte, Kalender“ die sogenannten Push-Funktionen unterbinden, indem Sie die Einstellung von 1 auf 0 setzen. Wenn Ihnen die manuelle Aktualisierung nicht ausreicht, können Sie darunter das Zeitintervall für automatische Aktualisierung auf „Stündlich“ setzen. Zusätzlich können Sie unter „Einstellungen, Store“ festlegen, dass App-Store-Daten generell nur über eine WLAN-Verbindung bezogen werden.

Netter Nebeneffekt: Diese beschriebenen automatischen Einschränkungen sparen nicht nur Datenverkehr ein, sondern damit verbunden auch die Akkuleistung. So verlängern Sie ganz nebenbei die Laufzeit Ihres Smartphones oder Tablet-PCs.
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