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Mit der Freeware Glasswire die Windows-Firewall tunen

02.02.2016 | 10:02 Uhr |

Alles im Blick: Wir stellen die Gratis-Software Glasswire vor, mit der Sie Ihr Heimnetzwerk voll unter Kontrolle haben.

Die Freeware "Glasswire Free" ist ein Zusatz zur Windows-Firewall und erweitert diese um einige nützliche Funktionen. Empfehlenswert ist das Tool vor allem dann, wenn Sie Einblick in Ihr Traffic-Volumen haben möchten. Denn das Tool bereitet die gemessenen Daten sehr übersichtlich auf. Doch die Software stellt den Datenverkehr nicht nur schön dar, Sie können auch den Internetzugriff für einzelne Programme blocken. Schließlich erhöht das Tool die Systemsicherheit, indem sie etwa über Veränderungen an der Host-Datei informiert oder warnt, wenn eine Datei manipuliert wird. Weiterführende Firewall-Funktionen sind allerdings nur in der kostenpflichtigen Pro-Version enthalten. Als Informations-Tool genügt die Free-Version aber allemal.

Das brauchen Sie: die kostenlose Software Glasswire Free 1.1.32 Beta, zum Download unter www.glasswire.com . Und so setzen Sie das Gratis-Tool ein:

Programme blockieren: Nach der Installation von Glasswire starten Sie die Bedienerführung des Tools über das Glasswire-Icon im Infobereich rechts unten neben der Windows-Uhr. Es startet zunächst englischsprachig. Das stellen Sie über „Glasswire -> Language -> Deutsch“ um.

Ratgeber: Verkehrsregeln im Netzwerk

Die Starseite zeigt auf der Registerkarte „Grafik“ die aktuelle Netzwerkauslastung. Wechseln Sie auf die Registerkare „Firewall“. Dort erscheinen alle Programme, die aktuell und zuletzt eine Verbindung ins Internet oder einen anderen Rechner im heimischen Netzwerk offen hatten. Ein Klick auf das Flammensymbol vor dem Programmnamen blockiert diese Verbindung. Ein weiterer Klick hebt die Sperre auf.

Interessant ist auf dieser Registerkarte noch die Spalte Hosts. Sie zeigt nicht nur die IP-Adressen zu denen sich ein Programm verbunden hat, sondern zudem auch das Land, dem diese IP-Adresse zugeordnet wird. Im Test in der Redaktion zeigte sich etwa, dass das Microsoft-Tool Skyp for Business sich nur mit einem niederländischen Server verband. Outlook 365 dagegen mit einem niederländischen und einem US-amerikanischen Server. Ist die Spalte unter „Hosts“ leer, steht gerade keine Verbindung an.

Traffic-Volumen: Die Registerkarte „Nutzung“ zeigt recht übersichtlich, welche Anwendungen wie viele Daten übertragen. Wer mit seinem Notebook unterwegs ist und dabei eine Datenverbindung über Mobilfunk nutzt, ermittelt so Traffic-Fresser. Eine Warnung ab einem bestimmten verbrauchtem Traffic-Volumen lässt sich so einschalten.

Fehlersuche: Netzwerkprobleme systematisch lösen

Warnungen ein- und ausschalten: Klicken Sie auf „Glasswire -> Einstellungen -> Sicherheit“. Dort finden Sie alle Parameter, die Glasswire überwachen kann. Einige davon stehen nur in der Bezahlversion bereit. Die meisten sind aber kostenlos. Klicken Sie zunächst auf „Entsperren“, um Zugriff auf die Funktionen zu bekommen. Die Überwachung des Traffic-Volumens ist standardmäßig deaktiviert. Sie schalten sie über „Überwachung Bandbreitenabdeckung“ ein. Dort lässt sich auch festlegen, ab welchem Datenverbrauch gewarnt werden soll und von welchem Kalendertag ab, die Zählung neu gestartet wird. Auch die weiteren Funktionen auf dieser Registerkarte sind einen Blick wert. Sie können sich etwa warnen lassen, wenn die Internet-Verbindung unterbrochen wird. So ermitteln Sie genau, wie zuverlässig Ihre DSL-Leitung steht.

Aktuell gibt es das Tool noch als Freeware. Die Macher wollen es in der Zukunft aber kostenpflichtig anbieten. Bisher trifft das allerdings nur auf zusätzliche Versionen von Glasswire zu. So gibt es das Tool in der Variante Basic für 49 Dollar. Diese darf auf einem PC genutzt werden und bietet etwas mehr Funktionen als die Free-Variante. Eine Version für 99 Dollar lässt sich auf drei PCs nutzen.

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