Viren entlarven

Verdächtige Dateien gezielt überprüfen

Mittwoch, 28.12.2011 | 10:35 von Heinrich Puju
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Viren, Spyware und Trojaner lauern überall. Neue Dateien sollte man daher immer sofort auf Schadcode überprüfen. Wir zeigen, wie das blitzschnell mit einzelnen Dateien klappt.
Dafür brauchen Sie ein Schutzprogramm, mit dem sich Dateien auf Schadprogramme untersuchen lassen, etwa die kostenlosen Microsoft Security Essentials .

Microsoft Internet Security Essentials
Vergrößern Microsoft Internet Security Essentials

Dateien separieren: Wenn Sie Dateien auf CD, DVD, USB-Stift oder einem anderen Speichermedium erhalten, sollten Sie sie direkt auf dem Datenträger auf Schadcode testen. Dateien, die Sie übers Internet laden, werden vom Internet-Browser meist im „Downloads“-Ordner gespeichert. Führen Sie diese Dateien niemals direkt aus. Sicherheitshalber sollten Sie unabsichtliche Programmstarts dort so verhindern, wie in unserem Tipp erklärt.

Dateien, die Sie als E-Mail-Anhang oder auf eine andere Art online erhalten, sollten Sie ebenfalls nie unmittelbar öffnen, sondern erst im „Downloads“-Ordner ablegen und überprüfen. Um einen E-Mail-Anhang zu separieren, klicken Sie im E-Mail-Programm die Dateianlage mit der rechten Maustaste an und wählen im dann erscheinenden Menü den Befehl „Alles speichern“ beziehungsweise „Alle Anlagen speichern“, um alle Anhänge auf einmal zu sichern. Wählen Sie dann im nächsten Schritt den Ordner „Downloads“, der sich in der Liste Ihrer persönlichen Ordner findet, und bestätigen Sie den Speichervorgang schließlich mit einem Klick auf „Speichern“.


Dateien mit der rechten Maustaste anklicken, um sie auf
Schädlinge zu überprüfen.
Vergrößern Dateien mit der rechten Maustaste anklicken, um sie auf Schädlinge zu überprüfen.

Dateien überprüfen: Mit beinahe allen Schutzprogrammen können Sie Dateien direkt im Windows-Explorer überprüfen, nachdem Sie sie mit der rechten Maustaste angeklickt haben. Wenn Sie Microsoft Security Essentials installiert haben, klicken Sie im Menü dann auf den Befehl „Scannen mit Microsoft Security Essentials“. Daraufhin wird die Datei auf schädlichen Code untersucht und das Ergebnis im Programmfenster angezeigt.

Wundern Sie sich jedoch nicht, wenn Sie nur eine einzige Datei überprüfen lassen wollten, aber anschließend im Meldungsfenster erfahren, dass zwei oder noch viel mehr Elemente gescannt wurden. Microsoft Security Essentials zählt nämlich in komprimierten Archiven, aber auch in Installations- und anderen Programmen nicht nur die markierte Datei, sondern jedes einzelne Programmodul. Bei einer ISO-Datei, die das komplette Abbild eine CD oder DVD umfasst, können so auf die Schnelle mehrere tausend Elemente zusammenkommen.

Genau dies aber zeigt, warum Virenkontrolle mit einem Schutzprogramm so wichtig und unerlässlich ist: Sie sehen von außen nie, was sich in einer Datei alles befindet.

Mittwoch, 28.12.2011 | 10:35 von Heinrich Puju
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