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Mehrere WLAN-Repeater halbieren Ihre Datenrate

03.03.2016 | 12:51 Uhr |

Mit WLAN-Repeatern kann man seine Internetreichweite deutlich erhöhen. Doch was passiert, wenn man mehrere hinereinanderschaltet?

Um die Reichweite eines WLANs zu erhöhen, bieten mehrere Hersteller Repeater an. Die Geräte nehmen das Signal des Access Points auf, verstärken es und bauen damit ein eigenes Funknetz auf. Die Signale der Clients in ihrem Bereich leiten sie weiter an den zentralen Router. Teilweise genügt jedoch auch ihre Reichweite nicht, um entfernte Clients mit einem Internetanschluss zu versorgen. In diesem Fall ist es auch möglich, zwei Repeater hintereinander zu installieren. Dabei sollten Sie aber einige Dinge beachten.

Praxistest: Was bringt ein WLAN-Extender?

In jedem Fall ist eine manuelle Konfiguration der Repeater erforderlich. Richten Sie zunächst das Gerät ein, das sich näher am Access Point befindet, und geben Sie ihm einen aussagekräftigen Namen. Weisen Sie in der SSID – dem Namen des Funknetzes – zum Beispiel auf den Standort hin, also etwa „Diele“. Installieren Sie dann den zweiten Verstärker. Damit er nicht versucht, mit dem weiter entfernten Access Point Kontakt aufzunehmen – dadurch würde die Übertragungsgeschwindigkeit unnötig ausgebremst –, konfigurieren Sie ihn ebenfalls manuell und stellen in der Netzwerkauswahl eben „Diele“ ein. Tragen Sie außerdem beim zweiten Repeater einen aussagekräftigen SSID-Namen ein, etwa „Garage“. Auf diese Weise können Sie mit Ihren Clients immer gezielt den Repeater auswählen, der Ihnen gerade am nächsten ist, und bekommen so die bestmögliche Verbindung.

Nun brauchen Sie sich nur noch mit Ihren Clients, also etwa dem Smartphone oder dem Notebook, nacheinander bei den drei Sendestationen jeweils einmal anzumelden. Die Geräte merken sich dann die Anmeldedaten und verbinden sich in Zukunft automatisch mit den Zugangspunkten. Sie können übrigens ohne Weiteres bei allen drei Funknetzen dasselbe Passwort benutzen, es muss lediglich ausreichend sicher sein. Am besten wählen Sie dafür eine Kombination aus 16 Ziffern sowie Großund Kleinbuchstaben.

Tipp: WLAN-Repeater optimal einstellen

Allerdings hat die Kopplung mehrerer Repeater einen Haken: Weil die Geräte immer nach zwei Seiten senden und empfangen, also zum Access Point und zum Repeater oder Client beziehungsweise zum ersten Repeater und zum Client, halbiert sich jeweils die WLAN-Geschwindigkeit. Im Funknetz des zweiten Repeaters beträgt die theoretisch erreichbare Datenrate deshalb nur noch ein Viertel dessen, was nach dem verwendeten WLAN-Standard möglich wäre. In der Praxis liegen die Werte sogar noch deutlich darunter. Das Koppeln mehrerer Repeater ist also nur zu empfehlen, wenn Sie keine hohe Datenrate benötigen, beispielsweise für das Surfen im Internet. Als Alternative bietet sich die Powerline-Technik an.

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