Mehr Tempo

So holen Sie mehr Geschwindigkeit aus Ihrem Bios heraus

Montag den 10.10.2011 um 08:34 Uhr

von Marvin Tobisch

Die Standard-Bios-Einstellungen entsprechen leider nur selten den Bedürfnissen des PC-Besitzers. Mit den richtigen Bios-Optionen fährt der PC hingegen schneller hoch und schafft Platz für mehr Leistung. Wir zeigen wie Sie sich ein optimales Bios kinderleicht einrichten.
Anforderung: Fortgeschrittener
Zeitaufwand: Mittel
Lösung:

Schneller hochfahren: Wenn Sie Speichertests sowie die Abfrage von vorhandenen Festplatten unterbinden, verkürzt sich der Startvorgang des PCs zwischen fünf und zehn Sekunden. Die entsprechenden Einträge finden Sie im AMI- und Award-Bios auf der Registerkarte „Booten“ unter „Schnelles Booten“. Stellen Sie dort den Wert auf „Aktiviert“.
 
Überflüssige Geräte abschalten: Besonders Mainboards mit einer Vielzahl an überflüssigen Anschlüssen und Controllern, die alle beim Anschalten des PCs überprüft werden, wirken als Bremse beim Starten. Schalten Sie deshalb nicht benötigte Controller und Geräte ab (etwa den IDE-Controller, wenn Sie keine solchen Komponenten haben). Im AMI- und Award-Bios finden Sie dazu unter „Erweitert“ den Eintrag „Onboardgeräte Konfiguration“. Hier setzen Sie nicht benötigte Geräte auf „Deaktiviert“. Gehen Sie dabei schrittweise vor: Überprüfen Sie nach jeder Änderung, wie sie sich auf das Betriebssystem auswirkt.
 
Gesamtleistung erhöhen: Nahezu jeder Hersteller bietet im Bios- Setup Einstellungen zum Übertakten von Prozessor und Arbeitsspeicher an. Im Award-Bios von Asus finden Sie zum Beispiel unter dem Menüpunkt „Erweitert, JumperFree Konfiguration“ den Punkt „Overclock Profile“. Wählen Sie dort „AI Overclock“. Dabei handelt es sich um eine dynamische Übertaktungsfunktion, die nur bei voller Auslastung des Prozessors aktiviert wird. Bei Asus zum Beispiel lässt sich die Taktrate in mehreren Prozentschritten erhöhen. Gehen Sie beim Übertakten äußerst vorsichtig vor. Beginnen Sie mit dem niedrigsten Wert (3 Prozent). Verlassen Sie dann das Bios- Setup per [ESC], und booten Sie Windows. Rufen Sie zum Testen ein Hardware-Analyseprogramm wie Sandra Lite auf: Lassen Sie das Modul „Benchmarks“ laufen, das die Leistung umfassend überprüft. Ist das System stabil, wechseln Sie im Bios zur nächsten Übertaktungsstufe. Wiederholen Sie die Prozedur. Sobald das System instabil wird und beispielsweise abstürzt, kehren Sie zum letzten funktionierenden Wert zurück

Montag den 10.10.2011 um 08:34 Uhr

von Marvin Tobisch

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (4)
  • mike_kilo 15:47 | 17.12.2010

    Warum gibt es (z.B. von PC-WELT) keinen universellen BIOS-Editor, der es mir erlauben wüde, diesen Empfehlungen auch zu folgen?

    1.) weil der [U]herstellerspezifisch[/U] sein müsste.
    2.) es würde einen ultimativen Crash verursachen, weil auch DAUs damit rumpfuschen wollen, kommen aber nicht mal mit einfachsten Win-Funktionen klar (dann muss eben das BIOS herhalten) :comprob:
    3.) das Chaos wäre perfekt in allen BIOS-und PC-Foren: HILFE!!....

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  • deoroller 14:13 | 17.12.2010

    Nicht genutzte Onboardkomponenten stören auch bei der Treiberinstallation, weil dann auch die Treiber installiert werden. Ein RAID-Tool wird kaum jemand brauchen, aber wenn der RAID-Controller oder Modus unnötigerweise aktiv ist, wird Windows zur Installation der Treiber auffordern.

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  • EBehrmann 14:08 | 17.12.2010

    Ich meine, solche Tunings sollten nur Leute machen, die sich wirklich damit auskennen. Nur aufgrund irgendwelcher Beschreibungen in irgendwelchen Zeitungen würde ich nicht an das eingemachte meines PC's gehen.
    Erst holt man ein paar Zehntel Sekunden an Geschwindigkeit heraus und dann schreibt man im PCW Forum "Hilfe, mein PC stürzt (manche schreiben dann auch, "kackt ab") immer ab", oder "Hilfe, mein PC fährt nicht hoch".

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  • RSC27 12:41 | 17.12.2010

    BIOS-Einstellungstipps

    Freue mich immer wieder, diese Tipps für's BIOS zu lesen.

    Allein: Für wen werden die veröffentlicht? Insbesondere Notebook-Besitzer haben so gut wie keine Möglichkeit irgendetwas im BIOS einzustellen.
    Warum gibt es (z.B. von PC-WELT) keinen universellen BIOS-Editor, der es mir erlauben wüde, diesen Empfehlungen auch zu folgen?

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