Mehr Tempo herausholen

Profi-Tricks: So optimieren Sie Ihren DSL-Router

Freitag, 11.11.2011 | 10:34 von Thorsten Eggeling
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Der Router ist der Knotenpunkt für Ihr komplettes Internet. Kein Wunder also, dass auch kleine Störungen große Auswirkungen haben können. Wir zeigen, wie Sie diese ausbügeln.
Das kostenlose Programm InSSIDer zeigt an, welche WLANs in
der Nachbarschaft funken.
Vergrößern Das kostenlose Programm InSSIDer zeigt an, welche WLANs in der Nachbarschaft funken.

Wenn der PC über WLAN auf das Internet zugreift, gibt es weitere Fehlerquellen. Für eine optimale Verbindung sollte der Router möglichst zentral und hoch aufgestellt sein. Manchmal bewirkt schon eine kleine Veränderung der Position des Routers und der Antennen eine deutliche Verbesserung. Bei einer schlechten Funkverbindung kann ein Teil des DSL-Tempos auf der Strecke bleiben.

Wenn sich in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft viele WLANs befinden, können diese Ihr WLAN stören: Mit einem kostenlosen Programm wie dem englischsprachigen InSSIDer (für alle Windows-Versionen) stellen Sie fest, auf welchen Kanälen die störenden WLANs arbeiten. Anschließend wechseln Sie über das Konfigurationsmenü des Routers auf einen unbelegten Kanal. Noch besser: Wenn Ihre WLAN-Komponenten den Dual-Band-Betrieb beherrschen, sollten Sie das meist weniger belegte 5-GHz-Band verwenden.



Wenn Ihr DLS-Router noch mit dem älteren 11g-WLAN-Standard funkt, kann es zu Engpässen kommen. Bei mehr als 10 Metern Entfernung kann die Datenrate auf unter 10 MBit/s einbrechen. Mit dem aktuellen 11n-Standard sind Sie auf der sicheren Seite: Diese WLAN-Geräte schaffen auch bei mehr als 20 Meter Entfernung meist über 30 MBit/s. Um den 11n-WLAN-Standard zu nutzen, müssen Sie aber wahrscheinlich Ihren Router und möglicherweise auch den WLAN-Adapter in Ihrem PC ersetzen.

Wie kann man den DSL-Router sonst noch optimieren?

Das Betriebssystem im DSL-Modem/Router (Firmware) kann Fehler aufweisen, die sich auch auf die Stabilität der Verbindungen auswirken. Bei der Fritzbox beispielsweise gehen Sie auf „System, Firmware-Update“ und klicken auf „Neue Firmware suchen“. Die Fritzbox holt sich dann eigenständig eine neue Firmware und installiert sie. Bei anderen Geräten müssen Sie das Update meist beim Herstellers herunterladen und über die Web-Oberfläche des Routers installieren.



Betagte Router sind mit heutigen DSL-Geschwindigkeiten und der Anzahl der Verbindungen bei Nutzung von Tauschbörsen-Software meist überfordert. Ein Firmware-Update hilft hier nur in seltenen Fällen weiter. Wenn Sie das Gerät austauschen, achten Sie darauf, dass es mindesten ADSL2+ unterstützt, also den heute aktuellen Standard.

Freitag, 11.11.2011 | 10:34 von Thorsten Eggeling
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