Mehr Schub fürs DSL

So prüfen Sie Ihre DSL-Geschwindigkeit

Dienstag den 01.11.2011 um 10:33 Uhr

von Thorsten Eggeling

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Bei langsamen Downloads und ruckelnden Videos bleibt der Internetspaß auf der Strecke. So prüfen Sie Ihren DSL-Anschluss und drehen die Datendüse auf.
Die meisten DSL-Router haben eine eingebaute Analysefunktion für die DSL-Verbindung. Bei der weit verbreiteten Fritzbox beispielsweise rufen Sie dazu die Konfigurationsoberfläche im Internet-Browser auf.

Geben Sie in die Adresszeile http:// 192.168.178.1 oder http://fritz.box/ ein und bestätigen Sie mit der Enter-Taste. Melden Sie sich dann mit dem Kennwort an, das Sie bei der Installation der Fritzbox vergeben haben. Die Darstellung der Fritzbox-Oberfläche ist bei allen Modellen ähnlich, kann sich aber im Detail unterscheiden. Dieser Beitrag bezieht sich auf eine Fritzbox 3270 mit Firmware 96.04.87.

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DSL-Geschwindigkeit am Router prüfen

Klicken Sie auf der Übersichtsseite unter „Anschlüsse“ auf „DSL“, und wechseln Sie auf die Registerkarte „DSL“. Hier steht hinter „Leitungskapazität“ die bei Ihrer Telefonleitung physikalisch maximal verfügbare Übertragungsrate der Datenleitung. Hinter „Aktuelle Datenrate“ sehen Sie, welche Geschwindigkeit von Ihrer DSL-Leitung tatsächlich erreicht wird – jeweils für den Up- und den Download. Alle Werte sollten ungefähr den im Vertrag mit dem Internet-Provider versprochenen Datenraten entsprechen. Beobachten Sie die Werte zu verschiedenen Tageszeiten. In den Stoßzeiten können die Werte manchmal niedriger liegen. Bei erheblichen Schwankungen sollten Sie Ihren DSL-Anbieter kontaktieren. Möglicherweise kann dieser Ihren Anschluss auf eine andere Leitung schalten, die weniger von Störungen durch Nachbarleitungen betroffen ist.


Auf der Registerkarte „DSL“ finden Sie die wichtigsten
Verbindungsdaten.
Vergrößern Auf der Registerkarte „DSL“ finden Sie die wichtigsten Verbindungsdaten.

Qualität der DSL-Leitung

Hinter „Störabstandsmarge“ – bei einigen Fritzbox-Modellen steht hier auch „Signal/Rauschabstand“ – ist ein höherer Wert besser (mehr als 10 dB), bei „Leitungsdämpfung“ ein niedriger (maximal 18 dB). Ist der Signal-Rauschabstand zu niedrig und/oder die Leitungsdämpfung zu hoch, kommt es zu Synchronisationsproblemen und Verbindungsabbrüchen. Ein Indiz dafür sind sehr hohe Fehlerwerte unter „Behebbare Fehler (FEC)“ und „Nicht behebbare Fehler (CRC)“. In diesem Fall ist es einen Versuch wert, auf der Registerkarte „Störsicherheit“ die Einstellungen in Richtung „max. Stabilität“ zu verändern und verschiedene Einstellungen auszuprobieren.Auf einer schlechten beziehungsweise zu langen Leitung zwischen DSL-Modem und Vermittlungsstelle ist eine tatsächliche Verbesserung der Störabstandsmarge oder Leitungsdämpfung aber nur möglich, indem man die Bandbreite reduziert. Das macht die Verbindung zwar stabiler, doch die effektive Download-Geschwindigkeit sinkt dabei.

Endgültig lässt sich dieses Problem nur mit einem Ausbau des Leitungsnetzes beseitigen. Kleine Verbesserungen lassen sich erreichen, wenn Sie das Verbindungskabel zwischen dem Telefon-Hausanschluss und dem DSL-Router möglichst kurz halten. Ein schlecht abgeschirmtes oder beschädigtes Verlängerungskabel zur Telefon-Dose kann die Störanfälligkeit ebenfalls erhöhen.

Dienstag den 01.11.2011 um 10:33 Uhr

von Thorsten Eggeling

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