Media-Player

Malware in Musik- und Videodateien

Montag, 15.03.2010 | 11:00 von Markus Pilzweger
Multimedia-Dateien gehören mit Abstand zu den beliebtesten Download-Inhalten. Viele Anwender sind dabei aber unsicher, ob digitale Video-und Musikdateien Schädlinge wie Viren und Würmer enthalten können.
Anforderung:
Anfänger
Zeitaufwand:
Gering

Lösung:

Theoretisch können Multimedia-Dateien aus unbekannten Quellen jede Menge Schädlinge enthalten. Das ist zunächst kein Problem, denn ein Multimedia-Player verarbeitet nur Tonsignale, Bilder und genau definierte Tags. Ein direktes Ausführen von schädlichem Maschinencode ist im Normalfall auszuschließen, erst recht das Abarbeiten von Scriptcode.

Indirekte Risiken: Speziell präparierte Multimedia-Dateien können indirekt zur Gefahr werden, indem sie zum Download eines Schädlings animieren. Es gab in den letzten Jahren mehrere Beispiele dafür, dass manipulierte Dateien beim Abspielen zum Laden eines Codecs oder einer angeblichen Multimedia-Erweiterung aufforderten. Wenn ein Anwender auf diesen Trick hereinfällt, installiert er sich einen Trojaner oder Wurm. Die richtige Reaktion ist es, den Download abzulehnen und die betreffende Datei zu löschen.

Aktualisieren hilft: Komplexe Player wie der Windows Media Player , VLC (Video LAN Client) oder Winamp enthalten immer wieder Programmierfehler, die sich durch präparierte Mediendateien gezielt ausnutzen lassen. Gelingt es einer Datei, durch solche Lücken einen Buffer Overflow im Player zu erzwingen, kann danach das Ausführen von Code ausgelöst werden. Es ist daher notwendig, den Player möglichst immer aktuell zu halten. Vor allem für Anwender, die in Tauschbörsen unterwegs sind, ist die Player-Pflege Pflicht.

Montag, 15.03.2010 | 11:00 von Markus Pilzweger
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