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Manuellen Weißabgleich richtig nutzen

16.01.2015 | 15:31 Uhr |

Kommt der automatische Weißabgleich einer Digitalkamera an seine Grenzen, hilft der manuelle Weißabgleich, einen Farbstich zu vermeiden. Wir sagen Ihnen, wie Sie die Funktion einsetzen.

Der Weißabgleich einer Digitalkamera sorgt dafür, dass weiße Flächen in Ihren Bildern auch weiß abgebildet werden - egal, ob Sie bei Kerzenschein, Sonnenlicht oder unter einer Neonröhre fotografiert haben. Allerdings hat jede Lichtquelle eine andere Farbtemperatur (Einheit: Kelvin) und beeinflusst daher die Farbgebung eines Bildes. Die Aufgabe des Weißabgleichs ist es, die Farbwerte in der Aufnahme an die Farbtemperatur der Lichtquelle anzupassen und dadurch einen Farbstich zu verhindern. Beim automatischen Weißabgleich sucht die Kamera die hellste Stelle im Bild und definiert diese als weiß. Dieses Verfahren funktioniert in der Regel ganz gut. Allerdings kann es dennoch zu Farbstichen kommen, etwa wenn die definierte Stelle gar nicht weiß ist.

Hier hilft der manuelle Weißabgleich, wie ihn teurere Kompaktkameras, spiegellose Systemkameras und DSLRs besitzen. Mit ihm können Sie eine weiße Fläche explizit als weiß definieren. Sie benötigen dazu ein Blatt weißes Papier oder - noch besser - eine Graukarte zur Kalibrierung. Haben Sie den manuellen Weißabgleich gestartet, fotografieren Sie das Blatt Papier oder die Graukarte formatfüllend ab. Die Kamera nimmt den Farbton des Papiers beziehungsweise der Graukarte als weiß an und passt die Farbgebung der zukünftigen Aufnahmen daran an. Aber Achtung: Der Weißabgleich stimmt nur, solange das Licht nicht verändert wird!

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