687504

Mailzugriff an unterschiedlichen Orten

Sie lesen und beantworten Ihre Mails von verschiedenen PCs aus. Wenn Sie die Mails aber per POP3 auf einen Rechner heruntergeladen haben, können Sie sie auf einem anderen PC nicht öffnen. Wählen Sie andererseits die Option, Mails nach dem Abholen auf dem Server nicht zu löschen, wird das Postfach schnell unübersichtlich. Wir zeigen Ihnen wie Sie dieses Problem lösen können.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

Sie lesen und beantworten Ihre Mails von verschiedenen PCs aus. Wenn Sie die Mails aber per POP3 auf einen Rechner heruntergeladen haben, können Sie sie auf einem anderen PC nicht öffnen. Wählen Sie andererseits die Option, Mails nach dem Abholen auf dem Server nicht zu löschen, wird das Postfach schnell unübersichtlich.

Lösung:

Wenn Ihr Mail-Provider Webmail anbietet, können Sie von jedem Rechner der Welt aus auf Ihren Account zugreifen. Doch wenn Sie an mehreren eigenen PCs arbeiten, bevorzugen Sie eventuell Ihr gewohntes Mailprogramm. Auch hier gibt es eine Lösung: Verwenden Sie statt POP3 als Protokoll IMAP (Internet Message Access Protocol). Je nach Mailprogramm können Sie die Konfiguration Ihres Kontos einfach auf IMAP umstellen, oder Sie legen ein neues IMAP-Konto mit den gleichen Zugangsdaten an, wie sie auch für das POP3- Konto bestehen.

Der Hauptunterschied zu POP3 besteht darin, dass Sie auf dem Server Ordner anlegen und Ihre Mails dort speichern können, statt das lokal tun zu müssen. So stehen nach der Anmeldung immer alle Mails in Ihrem Programm zur Verfügung. Sie können sogar an einem Rechner eine Mail beginnen und sie später an einem anderen fertigstellen und absenden. Das Kopieren und Verschieben von Mails erledigen Sie per Drag & Drop genauso, als ob Sie sie lokal gespeichert hätten.

Fast alle Mail-Provider unterstützen inzwischen IMAP. Wenn das bei Ihrem Provider nicht der Fall ist, merken Sie das daran, dass Sie unter IMAP keine Verbindung aufbauen können. Doch das ist nicht weiter tragisch, denn Ihre Mailordner müssen sich nicht auf demselben Server befinden. Sie besorgen sich einfach einen zweiten, IMAP-fähigen Account und verschieben die gelesenen Mails aus Ihrem POP3-Account künftig dorthin.

IMAP bietet noch einen weiteren Vorteil: Wenn Sie auf ein anderes Mailprogramm umsteigen, geht das ohne die lästige Konvertierung von Maildateien. Sie legen Ihr IMAP-Konto mit dem neuen Programm an und können es erst einmal ausgiebig testen. Bei Nichtgefallen kehren Sie problemlos zum alten zurück.

Bei IMAP müssen Sie mehr als bei POP3 darauf achten, den erlaubten Speicherplatz nicht zu überschreiten. Schließlich bleiben alle in Ordnern gespeicherten Mails im Netz. Deshalb ist es empfehlenswert, ab und zu alte Nachrichten zu löschen oder in ein Verzeichnis auf einer Festplatte zu verschieben.

Achtung: Die meisten Mailprogramme blenden nur bestimmte Ordner zur Ansicht ein, Platz belegen aber natürlich auch die nicht ständig sichtbaren Ordner.

0 Kommentare zu diesem Artikel
687504