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Linux: tar-Archive im Notfall entpacken

09.02.2004 | 10:49 Uhr |

Vor kurzem mussten Sie nach einem Konfigurationsfehler ein Notfallsystem booten. Da es keine grafische Oberfläche besitzt, konnten Sie ein dringend benötigtes Archiv mit der Endung "tar.gz" nicht entpacken - Sie haben das dann auf einem anderen Rechner erledigt. Wie lautet der Befehl für das Entpacken auf der Kommandozeile? PC-WELT erklärt Ihnen, mit welchem Befehl es klappt.

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Frage:

Vor kurzem mussten Sie nach einem Konfigurationsfehler ein Notfallsystem booten. Da es keine grafische Oberfläche besitzt, konnten Sie ein dringend benötigtes Archiv mit der Endung "tar.gz" nicht entpacken - Sie haben das dann auf einem anderen Rechner erledigt. Wie lautet der Befehl für das Entpacken auf der Kommandozeile?

Antwort:

Bei einer Datei mit der Endung "tar.gz" handelt es sich um ein Archiv, das mit dem Programm "tar" erstellt und anschließend mit "gzip" komprimiert wurde. Sie entpacken es mit dem Befehl

tar -xvzf archiv.tar.gz

Wenn Sie das "x" hinter dem Minuszeichen durch ein "t" ersetzen, zeigt Ihnen das Programm die Liste der im Archiv enthaltenen Dateien nur an, statt sie gleich zu entpacken.

Ein anderes beliebtes Packprogramm für tar-Archive ist "bzip2". Damit komprimierte Archive tragen die Endung "tar.bz2". Zum Entpacken oder Anschauen verwenden Sie die gleichen Befehlszeilen wie oben, ersetzen in den Optionen jedoch das "z" durch ein "j".

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