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Linux: Super-User mit xhost

Üblicherweise melden Sie sich unter Linux als normaler Benutzer an. Wenn Sie unter X-Window einen Kommandozeilen-Befehl ausführen wollen, der dem privilegierten Root-User vorbehalten ist, geben Sie in einem Terminalfenster zunächst "su" (Super-User) ein, gefolgt von Ihrem Root-Passwort. Versuchen Sie jedoch, dann als Super-User ein X-Window-Programm zu starten, bricht das Programm mit der Fehlermeldung "...refused by server" ab. Woran das liegt und wie Sie das Problem lösen können, verrät Ihnen PC-WELT.

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Problem:

Üblicherweise melden Sie sich unter Linux als normaler Benutzer an. Wenn Sie unter X-Window einen Kommandozeilen-Befehl ausführen wollen, der dem privilegierten Root-User vorbehalten ist, geben Sie in einem Terminalfenster zunächst "su" (Super-User) ein, gefolgt von Ihrem Root-Passwort. Versuchen Sie jedoch, dann als Super-User ein X-Window-Programm zu starten, bricht das Programm mit der Fehlermeldung "...refused by server" ab.

Lösung:

Linux besitzt als Multiuser-System allerlei Sicherheitsfunktionen. Sobald ein Benutzer eine X-Window-Server-Sitzung und darin X-Window startet, erhält er exklusive Rechte für die Sitzung. Das soll verhindern, dass sich ein anderer Benutzer in die laufende Sitzung einklinken kann. Daher erscheint die besagte Fehlermeldung, sobald Sie versuchen, als Root in die laufende Benutzersitzung einzugreifen.

Abhilfe schaffen Sie, indem Sie zunächst den Befehl "xhost +" eingeben. Damit öffnen Sie Ihre Benutzersitzung für alle anderen Anwender. Wenn Sie sich danach mit "su" als Super-User einloggen, haben Sie fortan die Berechtigung, als fremder Benutzer (root) X-Window-Programme laufen zu lassen. Die Berechtigung können Sie mit "xhost -" wieder rückgängig machen.

Achtung:

Bedenken Sie, dass diese Lösung Ihren Linux-Rechner zumindest im internen Netz vollkommen ungeschützt lässt. Sie eignet sich lediglich für Einzelplatzrechner.

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