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Linux: Spezielle Rechtevergabe mit Sticky Bit

In Linux gibt es neben den allgemeinen Berechtigungen für Ordner und Dateien auch das Sticky Bit. Was hat es mit diesem Bit auf sich, und wie setzen Sie es sinnvoll ein? Ältere Linux-Versionen kennen das Sticky Bit nur im Zusammenhang mit ausführbaren Dateien. Eine Anwendung, bei der dieses Bit gesetzt ist, wurde beim Start automatisch in die Auslagerungsdatei kopiert. Das beschleunigte den nächsten Start dieses Programms. PC-WELT erklärt Ihnen, wie Sie das "Sticky Bit" einsetzen können.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

In Linux gibt es neben den allgemeinen Berechtigungen für Ordner und Dateien auch das Sticky Bit. Was hat es mit diesem Bit auf sich, und wie setze ich es sinnvoll ein?

Lösung:

Ältere Linux-Versionen kennen das Sticky Bit nur im Zusammenhang mit ausführbaren Dateien. Eine Anwendung, bei der dieses Bit gesetzt ist, wurde beim Start automatisch in die Auslagerungsdatei kopiert. Das beschleunigte den nächsten Start dieses Programms.

Auf aktuellen Systemen ist das Sticky Bit nützlich, wenn Sie als Administrator ein Verzeichnis erstellen, auf das mehrere Benutzer zugreifen dürfen. Wenn Sie ein Verzeichnis mit einem Sticky Bit versehen, darf ein Benutzer nur die Dateien verändern oder löschen, die er selbst dort abgelegt hat. Bei der normalen Rechtevergabe ist das nicht möglich.

Das Sticky Bit setzen Sie mit dem Befehl Chmod. Mit

chmod 1777 shared

weisen Sie für das Verzeichnis "shared" universelle Lese- und Schreibrechte (777) zu. Durch das Sticky Bit (1) beschränken Sie jedoch das Recht, Dateien zu löschen oder zu ändern, auf den Benutzer, der die Datei jeweils angelegt hat.

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