Heimserver leicht gemacht

Linux-Server (fast) ohne Kommandozeile erstellen

Donnerstag den 05.01.2012 um 11:01 Uhr

von Stephan Mayer

Bildergalerie öffnen Linux-Server simpel einrichten
© iStockphoto/GodfriedEdelman
Wer Interesse an einem eigenen Server hegt, kommt um Linux kaum herum. Das Einrichten wirkt jedoch oft zu nervig und kompliziert. Wir zeigen, wie es fast ohne Befehle klappt.
Allerdings schrecken viele vor dieser Option zurück, weil sie kryptische Kommandos und unverständliche Konfigurationsdateien befürchten, die Linux trotz inzwischen Windows-ähnlicher Oberflächen auch heute noch bietet. Für einen Server, der vor allem Daten an andere PCs und Geräte im Netzwerk liefern soll, aber nur selten nach der Einrichtung noch bedient wird, ist es etwas übertrieben, auf die Linux-Standardinstallationen mit KDE/Gnome-Oberfläche, Büroprogrammen und weiteren Beigaben zurückzugreifen. Im Grunde sollten Sie, wenn Sie als Server einen abgelegten PC verwenden wollen, gar keine grafische Oberfläche installieren.
Webmin ist eine Oberfläche für Linux-Server, die
Einstellungen per Mausklick zulässt, für die man sonst in
Konfigurationsdateien eingreifen müsste.
Vergrößern Webmin ist eine Oberfläche für Linux-Server, die Einstellungen per Mausklick zulässt, für die man sonst in Konfigurationsdateien eingreifen müsste.

Um kryptische Kommandos kommen Sie nach der Linux-Installation und Basiskonfiguration (Netzwerkadresse sowie Installation der benötigten Software-Pakete) herum, wenn Sie direkt auch das Programm Webmin installieren. Viele Linux-Distributionen bieten es direkt als Installationsoption an. Das ist zunächst sehr bequem, kann sich später aber als unpraktisch erweisen, wenn der Distributionsanbieter keine Aktualisierungen bereitstellt.


Deshalb überspielen Sie besser die aktuelle Webmin-Version von der Internetseite webmin.com als „Tar-File“ (Menü links) und entpacken sie mit dem Kommando tar –xzf webmin-1.560.tar.gz. Anschließend wechseln Sie mit cd webmin-1.560 in das Verzeichnis und rufen ./setup.sh auf. Sie können dann alle Abfragen mit der Enter-Taste bestätigen. Lediglich die Frage nach der verschlüsselten Internetverbindung („https://“) sollten Sie nicht abnicken, weil das später die Bedienung unnötig erschwert.

Den Benutzernamen können Sie, Ihr zugehöriges Passwort müssen Sie eintragen und die Frage nach dem automatischen Start mit „y“ beantworten. Danach können Sie die wichtigsten Einstellungen an Ihrem Server im Internet-Browser vornehmen, indem Sie die Adresse http://IP-Adresse-Ihres-Servers:10000 eingeben. Zur Sicherheit sollten Sie auf dem Router den Zugriff auf diese Adresse aus dem Internet sperren. Oder Sie ändern die Einstellungen der Firewall so, dass auf diese Adresse nur Computer aus Ihrem Heimnetz zugreifen können.

Donnerstag den 05.01.2012 um 11:01 Uhr

von Stephan Mayer

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