Heimserver leicht gemacht
Linux-Server (fast) ohne Kommandozeile erstellen
Linux-Server müssen nicht kompliziert sein: Wir zeigen, wie Sie fast ohne Kommandozeilen eingrichtet werden können. ©iStockphoto/GodfriedEdelman
Torvalds schreibt am 26.08.1991 in der Newsgroup comp.os.minix: „Ich arbeite an einem (freien) Betriebssystem (nur ein Hobby, wird nicht groß und professionell..).“ Torvalds programmierte faktisch das damals weit verbreitete, aber mittlerweile kommerzialisierte Betriebssystem Unix nach. Dabei nahm er Anleihen beim Betriebssystem Minix, das er übertreffen wollte – was er dann ja auch erreichte. Wer wollte, konnte bei der Entwicklung von Torvalds neuem OS mitmachen, Linux war also von Anfang an ein Community-Projekt. Der Name Linux geht auf das FTP-Verzeichnis zurück, in dem der Quellcode abgelegt wurde. Ursprünglich favorisierte Torvalds den Namen Freax, zusammengesetzt aus Freak, Free und x (der letzte Buchstabe von Unix). Doch der Administrator des FTP-Servers entschied sich kurzerhand für Linux, was Linus Torvalds durchaus geschmeichelt haben dürfte. Bild: http://kerneltrap.org/node/14002
Linus Torvalds lizenziert Linux unter den GNU GPL im Januar 1992. Damit wird Linux für Entwickler, die an dem Projekt mitarbeiten wollen, deutlich interessanter.
Slackware (das heute nur noch von absoluten Linux-Experten verwendet wird) ist die erste weit verbreitete Linux-Distribution. Bild: http://lwn.net/Articles/122823/
Red Hat wird gegründet. Das Unternehmen ist heute sehr erfolgreich bei der Verbreitung und beim Support von Linux für den Unternehmenseinsatz. Unter der Bezeichnung Fedora wird zudem die Community-Version von Red Hat-Linux weiter entwickelt. Fedora ist vor allem in den USA populär.
Der Linux-Kernel 1.0 erscheint 1994.
Linus besucht ein Pinguin-Aquarium. Einer der kleinen Watschler, genauer gesagt ein Zwergpinguin, zwickt ihn. Daraufhin wählt Linus Torvalds den Pinguin als Maskottchen für sein Betriebssystem (zumindest lautet so das Gerücht). Das konkrete Aussehen von Tux (das Wort setzt sich zusammen aus dem T von Torvalds und dem U und X von Unix) war dann das Ergebnis eines Zeichenwettbewerbs, den Linus Torvalds gestartet hatte. Torvalds forderte: „Pinguin sollte glücklich aussehen, so als hätte er grade eine Maß Bier genossen und den besten Sex seines Lebens gehabt.“ (Zitat aus Torvalds-Autobiographie Just for Fun nach Wikipedia).
Debian 1.1 erscheint, die erste wirklich stabile Version. Debian gilt als besonders konservative und stabile Distribution, die besonders im Serverbereich verwendet wird und ausschließlich freie Software verwendet. Debian wird auch als Debian GNU/Linux bezeichnet.
Suse Linux erscheint im Mai 1996 als Version 4.2 und damit erstmals als völlig eigenständige Suse-Variante. Die von der S.u.S.E. GmbH in Fürth entwickelte Linux-Distribution wird die beliebtesten Linux-Version in Deutschland, in den späten 1990ern und nach dem Jahr 2000 wurde Suse Linux in unterschiedlich umfangreichen Versionen auf CDs beziehungsweise DVDs samt dicken gedruckten Handbüchern (ja, das gab es damals noch!) in Boxen vertrieben. Ihr Maskottchen ist das Chamäleon, ihre typische Farbe grün. Typisch für Suse war und ist das Installations- und Konfigurationstool YAST. Seit Dezember 2007 heißt Suse Linux Open Suse. Novell kaufte die Suse Linux GmbH 2004 auf. Damit war ein Stellenabbau am Standort Fürth verbunden. 2010 übernahm Attachmate Novell.
Die ersten IT-Großunternehmen wie IBM und Oracle beginnen Linux ab dem Jahr 1998 zu unterstützen. Bild: IBM
KDE, die zweite wichtige grafische Oberfläche neben Gnome, wird im Juli 1998 aus der Taufe gehoben.
Die französische Linux-Distribution Mandrake erscheint. Das Unternehmen Mandrakesoft bekommt bald finanzielle Schwierigkeiten. 2008 wurde aus Mandrakesoft Mandriva.
Gnome 1.0 erscheint im März 1999, eine grafische Oberfläche für Linux, die vor allem außerhalb von Deutschland populär wird. Mit dem Erfolg von Ubuntu Linux, das standardmäßig auf Gnome setzt, gewinnt Gnome aber auch in Deutschland an Verbreitung.
Apple steigt auf Mac OS X 10.0 um, das auf dem Linux-Verwandten FreeBSD basiert.
Microsoft-Chef Steve Ballmer bezeichnet Linux im Jahr 2001 als Krebsgeschwür. Microsoft verfasste seit 1998 einige als „Halloween-Dokumente“ bezeichnete Strategie-Papiere für den internen Gebrauch gegen Linux. Sie sollen die technische Überlegenheit von Microsoft-Produkten, insbesondere von Windows, gegenüber Linux beweisen. Bild: Microsoft
IBM zeigt den berühmten Linux-Werbespot während des Superbowl im Jahr 2003.
SCO wirft IBM 2003 vor, dass dessen Linux-Entwickler Quellcode von SCO Unix abgeschrieben hätten. SCO scheiterte durchwegs vor Gericht, 2007 wurde das Verfahren eingestellt, SCO ist mittlerweile insolvent. Der Streit nervte die gesamte Linux-Community, SCO erschien vielen als „Abstauber“, das am Erfolg von Linux völlig zu Unrecht mitverdienen wollte. Bild: ©iStockphoto.com/Christoph Hähnel
Red Hat veröffentlicht die erste Fedora-Version, die Red Hat für Privatanwender als Linux-Distribution ablöst.
Ubuntu 4.10 erscheint im Oktober 2004. Ubuntu entwickelt sich bald zur beliebtesten Linux-Distribution für den Desktopeinsatz. Für den professionellen Einsatz gibt es zudem eine Serveredition.
Limux startet in München. Die bayerische Landeshauptstadt will 12.000 ihrer Desktop-Rechner von Windows auf Linux umstellen. Der Umstieg gestaltet sich aber schwieriger als erwartet und wird zum Stolperritt.
Die Linux Foundation wird am 21. Januar 2007 gegründet. Sie soll die Verbreitung von Linux fördern. Mitglieder sind zahlreiche Hardware- und Softwareunternehmen wie VIA, Intel, Siemens, Fujitsu, HP, IBM, Sun, AMD, ARM, Adobe, Citrix, Novell, Oracle, Nokia, Motorola aber auch der Automobil-Konzern Toyota.
Novell (dem Suse gehörte) und Microsoft vereinbaren Zusammenarbeit beim Patentschutz
Google stellt Android im Oktober 2008 bereit. Das T-Mobile G1 ist das erste erhältliche Android-Smartphone.
Android hat im Sommer 2011 bei Smartphones einen Marktanteil von 43,4 Prozent erreicht
Microsoft gratuliert Linux zum Geburtstag







