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Linux: Bootloader Grub mit deutscher Tastenbelegung

09.12.2003 | 10:57 Uhr |

Der Bootloader Grub (Grand Unified Bootloader) ist als Lilo-Nachfolger bei allen aktuellen Distributionen mit dabei. Er bietet auch eine Befehlszeile. Hier ist stets das US-Tastatur-Layout aktiv, die Eingabe von Sonderzeichen ist deshalb erheblich erschwert. Der Befehl "setkey" definiert die Tastenbelegung der Befehlszeile von Grub um. Mit dem Befehl lässt sie sich in dessen Konfigurationsdatei ändern. PC-WELT erklärt Ihnen wie es funktioniert.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Der Bootloader Grub (Grand Unified Bootloader) ist als Lilo-Nachfolger bei allen aktuellen Distributionen mit dabei. Er bietet auch eine Befehlszeile. Hier ist stets das US-Tastatur-Layout aktiv, die Eingabe von Sonderzeichen ist deshalb erheblich erschwert.

Lösung:

Der Befehl "setkey" definiert die Tastenbelegung der Befehlszeile von Grub um. Mit dem Befehl lässt sie sich in dessen Konfigurationsdatei ändern. Für jede einzelne Umbelegung ist eine Zeile nach diesem Muster nötig:

setkey <Taste neu><Taste bisher>

Das bedeutet einigen Aufwand, wenn Sie alle wesentlichen Unterschiede zwischen US-Belegung und deutscher Tastatur berücksichtigen wollen. Ein vollständiges Beispiel-Layout finden Sie deshalb schon fertig als grub_gr.conf .

So setzen Sie unser Tastatur-Layout ein:

Melden Sie sich als Root an. Öffnen Sie dann die Datei /boot/grub/grub.conf mit einem Text-Editor. Vor den Infos über das zu startende System, das mit "title" angegeben ist, fügen Sie den Inhalt der Beispieldatei grub_gr.conf ein.

Beim nächsten Start steht eine bessere Tastenbelegung zur Verfügung, wobei es einige Abweichungen zum echten deutschen Tasten-Layout gibt: Ö und Ä sind beispielsweise mit eckigen und geschweiften Klammern belegt. Drucken Sie sich am besten die Tabelle grub_de.html aus, dann haben Sie die neue Tastenbelegung schwarz auf weiß.

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