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Laufwerksbuchstaben: Fiktives ABC mit dem "Subst"-Befehl

Alle Windows-Versionen reservieren standardmäßig A: und B: für Diskettenlaufwerke. Der Eintrag "3,5-Diskette (A:)" erscheint im Windows-Explorer direkt unter "Arbeitsplatz" - auch wenn der PC gar kein Diskettenlaufwerk besitzt oder der Floppy-Controller im Bios deaktiviert ist. Ein versehentlicher Klick darauf bewirkt, dass Windows teilweise minutenlang versucht, das nicht vorhandene Laufwerk anzusprechen. Der Explorer ist so lange unbenutzbar, der Rechner "hängt". Um diesem Ärgernis vorzubeugen und die Laufwerksbuchstaben A: und B: sinnvoll zu nutzen, empfehlen wir in diesem Tipp den DOS-Befehl "Subst". Damit können Sie jedem beliebigen Laufwerk oder Ordner einen Laufwerksbuchstaben zuweisen. PC-WELT zeigt Ihnen, wie es funktioniert.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Gering

Problem:

Alle Windows-Versionen reservieren standardmäßig A: und B: für Diskettenlaufwerke. Der Eintrag "3,5-Diskette (A:)" erscheint im Windows-Explorer direkt unter "Arbeitsplatz" - auch wenn der PC gar kein Diskettenlaufwerk besitzt oder der Floppy-Controller im Bios deaktiviert ist.

Ein versehentlicher Klick darauf bewirkt, dass Windows teilweise minutenlang versucht, das nicht vorhandene Laufwerk anzusprechen. Der Explorer ist so lange unbenutzbar, der Rechner "hängt". Um diesem Ärgernis vorzubeugen und die Laufwerksbuchstaben A: und B: sinnvoll zu nutzen, empfehlen wir in diesem Tipp den DOS-Befehl "Subst". Damit können Sie jedem beliebigen Laufwerk oder Ordner einen Laufwerksbuchstaben zuweisen.

Lösung:

Geben Sie auf der Kommandozeile beispielsweise ein:

subst a: "c:\eigene dateien\eigene bilder"

Sie vermeiden so nicht nur die Hänger des Explorers, sondern erreichen dann auch das angegebene Verzeichnis bequem mit einem Klick auf Laufwerk A:. Entsprechend können Sie auch B: oder beliebige andere freie Laufwerksbuchstaben belegen. Unter Windows 95/98/ME funktioniert dieses Verfahren sogar, wenn der Disketten-Controller aktiv und ein Diskettenlaufwerk vorhanden ist.

Nutzer von Windows 2000 und XP müssen den Controller erst im Geräte-Manager deaktivieren. Andernfalls reagiert Subst bei Laufwerk A: mit einer Fehlermeldung. Für unser Beispiel machen Sie die Zuweisung bei Bedarf mit dem Befehl "subst a: /d" auf der Kommandozeile wieder rückgängig.

Ein mit Subst erstelltes virtuelles Laufwerk ist nach einem Windows-Neustart wieder verschwunden. Damit Windows das Laufwerk beim Start automatisch anlegt, schreiben Sie die Zeile mit dem gewünschten Subst-Befehl in eine Textdatei mit der Endung BAT und legen eine Verknüpfung dazu im Autostart-Ordner an.

Subst kann aber noch mehr:

Legen Sie ein neues Verzeichnis C:\Apps an, und weisen Sie diesem mit "subst b: c:\apps" das virtuelle Laufwerk B: zu. Installieren Sie künftig neue Software nicht unter C:\Programme, sondern auf B:. Wird der Platz auf C: irgendwann knapp, können Sie das Verzeichnis "Apps" auf eine neue Platte verschieben - etwa nach D:\Apps. Nach "subst b: d:\apps" greifen Sie ohne umständliche Neuinstallation über das fiktive Laufwerk B: wieder auf die Anwendungen zu.

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