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Das optimale Papier für Ihren Laserdrucker

09.12.2015 | 14:23 Uhr |

Sie haben einen Laserdrucker und sind sich nicht sicher, welche Papiersorten Sie mit dem Gerät verwenden können. Können Sie auch Inkjetmedien im Lasergerät einsetzen, und wann sind Spezialmedien überhaupt sinnvoll? Der Tipp gibt einen Überblick und geht auf die Unterschiede bei den Druckmedien ein.

Papier für Laser und Tinte: Die Auswahl an Druckmedien ist bei Tintenstrahldruckern wesentlich größer als bei Laserdruckern. Grund: die Drucktechnik. Im Gegensatz zu Lasergeräten sinkt beim Tintenstrahler die Tinte in die Oberfläche des Papiers ein. Deshalb lassen sich bei Inkjet Medien verwenden, die aus unterschiedlichen Schichten aufgebaut sind.

Beim Laserdrucker haftet der Toner nur auf der Oberfläche. Er wird dort mit großer Hitze fixiert. Dabei können Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius entstehen. Beschichtete Papiere halten dieser Hitzeentwicklung nicht stand. Einzelne Schichten können sich lösen und als zusammengeschrumpelte Partikel das Druckerinnere verschmutzen und verkleben. Im schlimmsten Fall ruinieren Sie sich den Laserdrucker.

Laserdrucker gegen Tintenstrahldrucker im Vergleich

Laserdrucker als Spezialist für Normalpapier: Im Büroalltag benötigen Sie für den Laserdrucker in der Regel keine teuren Spezialmedien, denn er erreicht im Zusammenspiel mit Normalpapier bereits sehr gute Druckergebnisse. Dabei können Sie getrost auf günstigeres Recycling-Papier zurückgreifen. Selbst auf Medien mit höheren Grauwerten lässt sich das Druckbild gut erkennen. Ein weiterer Vorteil von Laserdruckern: Da der Toner ausschließlich auf der Papieroberfläche haftet, lassen sich Vorder- und Rückseite eines Blattes bedrucken, ohne dass das Druckbild durchschlägt, also Schatten des rückseitigen Drucks die Lesbarkeit beeinträchtigen.

Spezialmedien für Laserdrucker: Bei Dokumenten für besondere Einsatzzwecke wie Broschüren, Prospekte oder Einladungen ist Normalpapier oft nicht wertig genug in der Anmutung. Deshalb bieten die Hersteller auch spezielle Medien an, beispielsweise kartonartige Varianten, die besonders dick sind und sich für Plakate oder Schilder eignen. Oki bietet sogar Bannerpapier an, das sich bis zu einer Länge von 1,20 Metern bedrucken lässt.

Im Handbuch zu Ihrem Druckermodell finden Sie detaillierte Angaben zur Materialverarbeitung. Im Mittel lassen sich Papierstärken von 60 bis 160 Gramm pro Quadratmeter mit dem Laserdrucker verwenden. Finden Sie in der Liste vom Druckerhersteller auch die Bezeichnung Fotopapier, lassen Sie sich nicht zu sehr irritieren. Dabei handelt es um ein hochweißes Papier mit einer glatten, oft glänzenden Oberfläche, aber ohne Beschichtung. Allein dank der Oberflächenbeschaffenheit kommen Farben brillanter zur Geltung als auf Normalpapier.

Allerdings sind diese Medien relativ kostspielig: Hundert Blatt können mit 20 Euro zu Buche schlagen. Dabei können Sie frei entscheiden, von welchem Hersteller Sie die Spezialmedien beziehen. An das Sortiment des Herstellers Ihres Laserdruckers sind Sie nicht gebunden.

Clevere Tools, die Druckkosten senken

Drucken aus dem Spezialfach: Verwenden Sie Spezialmedien mit Ihrem Laserdrucker, benötigen diese aufgrund der Stärke oder Medienbeschaffenheit einen eigenen Papierweg. In diesen Fällen können Sie nicht aus der Kassette oder dem Papierschacht drucken. Dafür sehen viele Laserdrucker extra Zufuhren vor, die sich in Bezeichnungen wie Mehrzweckfach oder Einzelblatteinzug unterscheiden. Sie führen das Papier mit weniger starken Wendungen durch das Druckerinnere. In manchen Fällen wird das Papier auch absolut plan durch den Drucker transportiert, um Knicke zu vermeiden. Diese Fächer vertragen oft sehr hohe Papierstärken von über 200 Gramm pro Quadratmeter – ideal für den gelungenen Spezialdruck auf Karton, aber auch von Etiketten oder Umschlägen.

Sonderweg für spezielle Medien: Über das Mehrzweckfach können viele Laserdrucker Karton, Umschläge, Etiketten oder Folien verarbeiten
Vergrößern Sonderweg für spezielle Medien: Über das Mehrzweckfach können viele Laserdrucker Karton, Umschläge, Etiketten oder Folien verarbeiten
© Oki

Kein Fotodrucker: Ein Laserdrucker ist nach wie vor eine Büromaschine. Er spielt seine Stärke bei Texten und Grafiken aus, kann große Mengen in relativ kurzer Zeit abarbeiten und liefert auch bei Disziplinen wie dem Duplex-Druck absolut überzeugende Ergebnisse.

Der Fotodruck gehört jedoch nicht zu seinem Top-Metier. Gedruckte Bilder aus dem Lasergerät werden immer als Druck und weniger als Foto erkennbar bleiben. Das liegt an der Drucktechnik und natürlich auch am Papier. Außerdem arbeitet Laser maximal mit vier Farben – Blau, Rot, Gelb und Schwarz. Spezielle Tintenstrahldrucker für den Fotodruck können mit sechs und mehr Tinten dagegen weit mehr Farbnuancen erzielen.

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