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CPU-Wärmeleitpaste richtig auftragen - so geht's

13.08.2015 | 09:31 Uhr |

CPU und Kühler harmonieren nur miteinander, wenn sich zwischen den beiden Komponenten eine Schicht Wärmeleitpaste befindet.

Nur so ist sichergestellt, dass der Prozessor die Abwärme auch optimal an den Kühlkörper weiterleitet. Die Paste gleicht kleinste Unebenheiten auf dem CPU-Heatspreader (Hitzeverteiler) oder dem Kühler aus und vermeidet auf diese Weise Lufteinschlüsse, die die Kühlleistung verringern. Tragen Sie die Wärmeleitpaste aber nicht zu dick auf, da eine satte Schicht isolierend wirkt!

Neben den Wärmeleitpasten aus der Tube gibt es auch Pads, die aus hitzeempfindlichen Materialien bestehen und sich beim erstmaligen Betrieb aufweichen und somit einen guten Kontakt gewährleisten sollen. Hier ist die Montage zwar einfacher, doch mit der klassischen Wärmeleitpaste erreichen Sie eine bessere Kühlleistung. Vor dem Auftragen sollten Sie generell darauf achten, dass sich auf der CPU und auf der Bodenplatte des Kühlers keine Fremdkörper befinden. Wenn Sie komplett sichergehen möchten, dann reinigen Sie die beiden Flächen auch noch mit einem fettlösenden Reinigungsmittel wie Aceton, denn bereits ein Fingerabdruck enthält Fett, das die Haltbarkeit der Paste beeinträchtigen kann.

So bleibt Ihre CPU immer kühl

Nun zum Auftragen selbst: Einige Hersteller von Wärmeleitpasten packen auch noch kleine Kärtchen oder ähnliche flache Hilfsmittel mit in den Lieferumfang, um die Paste zu verstreichen. Geben Sie also einen kleinen Klecks in die Mitte der CPU und verstreichen Sie die Paste gleichmäßig auf der gesamten Oberfläche – und bitte nicht darüber hinaus! Alternativ tut es auch eine Kreditkarte oder eine kleine Spachtel, die natürlich sauber sein müssen. Diese Variante ist die wohl gängigste, aber nicht die zuverlässigste, um Wärmeleitpaste aufzutragen. Denn beim Verstreichen können sich weitere Lufteinschlüsse bilden.

Die Paste sollte sehr dünn und absolut gleichmäßig auf der quadratischen Fläche verteilt werden.
Vergrößern Die Paste sollte sehr dünn und absolut gleichmäßig auf der quadratischen Fläche verteilt werden.

Ziemlich sicher gehen Sie mit einer alternativen, sehr einfachen Methode: Auch hier genügt wieder ein guter Klecks in der Mitte des Prozessors. Allerdings legen Sie hier keine Hand an, sondern setzen einfach den Kühler gerade auf. So verteilt sich die Paste kreisförmig aufgrund des Anpressdrucks und es entstehen die wenigsten Lufteinschlüsse – simpel, aber effektiv! Die Wärmeleitpaste müssen Sie immer neu auftragen, wenn Sie den Prozessor oder Kühler wechseln. Alte Paste müssen Sie davor komplett entfernen, beispielsweise mit den erwähnten Lösungsmitteln. Über einen Wechsel ohne Komponententausch sollten Sie nachdenken, wenn die Kühlleistung deutlich nachlässt. Doch je nach Qualität der eingesetzten Wärmeleitpaste kann das erst nach mehreren Jahren oder überhaupt nicht passieren.

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