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Kommandozeile als Schweizer Messer für das Netzwerk

21.10.2014 | 09:31 Uhr |

Wenn man die Netzwerkkonfiguration ändern oder auslesen will, kommt man mit der Kommandozeile meist am schnellsten ans Ziel, weil sie keine Umwege kennt.

Die Einstellungen für den Netzwerkbetrieb finden sich in Windows ziemlich zersplittert in der Systemsteuerung: die Grundeinstellungen im Netzwerk- und Freigabecenter, die Detail-Einstellungen für die Netzwerkkarte in den Eigenschaften des Gerätes und Protokolle unter Eigenschaften der jeweiligen LAN-Verbindung. Und hat man mehrere solcher LAN-Verbindungen, dann kann’s richtig verwirrend werden – mit dem Erfolg, dass man ungewollt  an der falschen Stelle Einstellungen verändert. Ein probates Mittel zum Bearbeiten der Einstellungen ist die Kommandozeile – die Befehle net und ipconfig helfen meist elegant, schnell und sicher ans Ziel.

So geht’s: Vorab ein Hinweis: Wenn Sie eine Option zu den genannten Befehlen nicht kennen, hilft der Zusatz /? weiter. Änderungen beispielsweise an den DNS-Einstellungen werden zwar von Windows 7, 8 und 8.1 direkt übernommen – der Haken dabei ist, dass Namenseinträge im Systemcache davon nicht betroffen sind. Um auch diese zu aktualisieren, muss man ipconfig /flushdns eingeben (dies ist übrigens die einzige Möglichkeit, den DNS-Cache zu aktualisieren). Mit ipconfig /renew startet man sämtliche Netzwerk-Verbindungen neu: Das ist immer dann praktisch, wenn man an einem anderen Gerät (Switch oder Router) wichtige Einstellungen wie die IP-Adresse geändert hat und diese beim PC nicht „ankommen“. Auf diese Weise übernimmt der PC beispielsweise eine neue IP-Adresse, wenn man den DHCP-Server umkonfiguriert hat.

Mit net steht ein weiterer Befehl zur Verfügung, der für die Einstellungen und Ansicht des Windows-Netzwerks zuständig ist. So kann man sich mit net view sämtliche Server im Windows-Netzwerk anzeigen lassen. Mit net view <server-name> zeigt dieser Befehl die Freigaben auf diesem Server an.

Übrigens: Versteckte Freigaben findet auch dieser Befehl nicht. Sehr praktisch ist auch, wenn man mit net use sämtliche verbundenen Freigaben auf der eigenen Maschine auflisten kann. Ebenso kann man mit net use LW: \\servername\Freigabe /persistent:yes dauerhaft ein Laufwerk zuweisen ( persistent:no steht für eine vorübergehende Zuweisung).

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