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Kommando-Interpreter TCC einrichten

14.05.2009 | 11:00 Uhr |

Jeder Windows-Anwender steht vor anderen Aufgaben und Problemen. Der Kommando-Interpreter TCC bietet praktisch für jedes Problem dieser Art eine Lösung. Dabei gibt es unzählige Varianten, die Software optimal und individuell einzurichten.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Lösung:

Nachfolgend finden Sie für die Kommandozeile TCC (Take Command Console) einige Installationsempfehlungen, Navigationshilfen und Kurzbefehle, die praktisch auf jedem System produktiv wirken. Mit dem Archiv pcwTCC.exe binden Sie zudem ein Paket ein, das TCC sofort komfortabel bedienbar konfiguriert.

Schritt 1: Nach dem Download der 3,3 MB großen Setup-Datei Tccle.exe können Sie TCC in jeden Ordner installieren. Da die Software keinerlei Windows-Einstellungen benutzt, ist ein Ordner außerhalb von „Windows“ und „Programme“ die beste Wahl. Dann haben Sie auch nach einer Neu-Installation des Systems sofort die gewohnte TCC-Umgebung. Eine Kopie des Programm ordners auf einem USB-Stick funktioniert ebenfalls problemlos.

Schritt 2: Entpacken Sie nach der Installation des Interpreters das Archiv pcwTCC.exe in den Programmordner. Danach starten Sie TCC LE über das bei der Installation angelegte Desktop-Icon. Zahlreiche nützliche Einstellungen, die Sie über den Befehl „option“ manuell im Konfigurationsdialog definieren können, werden nun automatisch in die Tcmd.ini geschrieben.

Schritt 3: Wenn Sie jetzt das bei der Installation erstellte rote Desktop-Icon doppelklicken, erhalten Sie einen schicken Prompt mit farbiger DIR-Anzeige, RAM-Monitor, personalisierter Titelleiste und vielen Navigationshilfen. Die Größe des Fensters und die Schrift können Sie nach einem Rechtsklick auf die Titelleiste im Menü „Eigenschaften“ einstellen. Definieren Sie insbesondere unter „Layout“ die „Fensterpuffergröße“ großzügig. Mit einer „Höhe“ von 1000 oder mehr (Zeilen) können Sie auch nach umfangreichen DIR-, Copy- oder Robocopy-Aktionen das ganze Protokoll zurückblättern.

Schritt 4: Testen Sie jetzt einige der vordefinierten Kurzbefehle, etwa "F2". Sie erhalten sofort eine Liste der wichtigsten Systemordner und wechseln mit Doppelklick im Pop-up-Fenster auf den gewünschten. Nach "Alt-F2" können Sie sich statt mit dem CD-Befehl auch mit der Maus im Dialog „Ordner suchen“ durch Verzeichnisse klicken. Nach „OK“ wechselt der Prompt in den gewählten Ordner. Mit "F5" bekommen Sie jederzeit ein Explorer-Fenster des aktuellen Ordners.

Einfache Kommando-Aliase starten wichtige Anwendungen, so zum Beispiel „ie“ den Internet Explorer“ und „r“ Regedit.exe. Die Liste sämtlicher Kurzbefehle lässt sich mit „alias“ anzeigen.

Schritt 5: Geben Sie „ccd /s“ ein, um alle Ordner auf den lokalen Laufwerken zu indizieren. Künftig wechseln Sie etwa mit „cd priv“ oder „cd priv*“ blitzschnell in den Ordner „Private Bilder“ – egal, auf welcher Partition er sich befindet. Ist die Eingabe nicht eindeutig, erhalten Sie eine Auswahlbox mit allen passenden Ordnern.

Hintergrund: TCC LE Kommando-Interpreter 4NT als Freeware

Der beste Kommando-Interpreter für Windows und überragender Ersatz für Cmd.exe ist seit Jahren 4NT von JP Soft. Mit Version 9.0 wurde 4NT umbenannt in TCC (Take Command Console), und Ende 2008 hat sich JP Soft endlich entschlossen, eine reduzierte Version kostenlos anzubieten.

Leicht, aber leistungsfähig: In dieser Light Edition sind 43 Kommandos und 137 Funktionsvariablen abgeklemmt. Das klingt nach viel, jedoch hat der abgespeckte Kommandointerpreter immer noch deutlich mehr als 100 Kommandos und weit mehr 200 Funktionen zu bieten. Die Einschränkungen betreffen in erster Linie Hardware- und Netzwerkfunktionen für Admins. Für normale Anwender bedeutet auch das verkleinerte TCC LE einen entscheidenden Fortschritt – verglichen mit dem Windows-Standard Cmd.

Die Vorteile von TCC: Wir geben einen kleinen Überblick über die wichtigsten Pluspunkte von TCC:

  • Prompt mit Hotkeys wie "Strg-C"

  • speicherbare Befehls- und Ordner-History

  • Windows-Integration (Dialogboxen, Zwischenablage, Registry-Abfragen)

  • Alias-Kürzel, optional mit Hotkey

  • viele Datei-, Web-, Hardware-Kommandos

  • zahlreiche String- und Systemfunktionen

  • mächtige Debug-freundliche Batchsprache

Die TCC LE ist eine Empfehlung für alle, die oft oder auch nur sporadisch die Kommandozeile nutzen. Praxisnahe Einrichtungstipps finden Sie oben auf dieser Seite.

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