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Kleinkunst selbst gemacht

20.06.2001 | 10:40 Uhr |

Für ein tolles Hintergrundbild brauchen Sie weder ein Profi-Grafikprogramm noch viel Arbeitsspeicher. Bei unserem Tipp genügt Microsoft Paint, und das Bild muss nicht größer als zwei Pixel sein!

Anforderung

Einsteiger

Zeitaufwand

Gering

Für ein tolles Hintergrundbild brauchen Sie weder ein Profi-Grafikprogramm noch viel Arbeitsspeicher. Bei unserem Tipp genügt Microsoft Paint, und das Bild muss nicht größer als zwei Pixel sein!

Ein wohlgestalteter Desktop sorgt für Aufmerksamkeit im Kreis von Kollegen oder Freunden. Ein Desktop-Bild zu machen kann jedoch viel Zeit und Mühe erfordern, von den Kosten für ein gutes Grafikprogramm ganz zu schweigen. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Hauptspeicherbedarf: Haben Sie etwa ein Bild in der 1024er-Auflösung geschaffen, beansprucht es bei einer Farbtiefe von 32 Bit ganze drei Megabyte RAM.

Anders ist das bei unserer Minimalvariante mit Paint, die unter Win 98/ME und 2000 funktioniert: Um einen Farbverlauf darzustellen, reicht schon ein Bild, das aus nur zwei Pixeln besteht. Sie legen mit den beiden Pixeln fest, zwischen welchen Farben der Verlauf vonstatten gehen soll, den Rest berechnet Windows. Öffnen Sie dazu Paint über "Programme, Zubehör". Drücken Sie STRG-E, und wählen Sie unter "Maßeinheit" "Pixel".

Soll der Verlauf vertikal erfolgen, legen Sie eine Bildbreite von "1" und eine Höhe von "2" fest, bei horizontalem Verlauf umgekehrt. Unter "Ansicht, Zoomfaktor, Benutzerdefiniert" stellen Sie 800 Prozent ein, damit Sie das Mini-Bild bearbeiten können. Nun geben Sie beiden Pixeln die gewünschte Farbe und speichern das Bild im Windows-Verzeichnis als BMP-Datei ab. Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf den Desktop, und wählen Sie "Eigenschaften". Jetzt suchen Sie Ihr neues Bild und gehen unter "Anzeige" auf die Option "Strecken" - sie vergrößert das Bild auf die komplette Bildschirmauflösung.

Kleines Manko: Sie müssen gegebenenfalls auf der Registerkarte "Web" den Active Desktop abschalten, um diesen Effekt zu erhalten.

Pixelkunst: Mit geringem Aufwand erzielen Sie durch die Funktion "Strecken" beachtliche Effekte, die über einen bloßen Farbverlauf hinausgehen. Für unsere Abbildung haben wir ein Bild mit neun Pixeln (3 x3) verwendet. Noch einige Pixel mehr genügen völlig, um einen stimmungsvollen Nachthimmel auf den Bildschirm zu zaubern.

Viel Spaß beim Ausprobieren dieser Stretch-Art!

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