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Kamera-Blitztypen und ihre Verwendung erklärt

29.06.2015 | 14:26 Uhr |

Ein integrierter Blitz in Kameras ist oft nicht sehr leistungsstark. Abhilfe schafft ein externes Blitzgerät. Wir geben Tipps dazu.

Die meisten Systemkameras besitzen einen integrierten Blitz. Da dieser jedoch oft nicht sehr leistungsstark ist, stellt ein externes Blitzgerät, das am Zubehörschuh der Kamera befestigt wird, eine gute Alternative dar.

Möchten Sie sich ein Blitzgerät anschaffen, müssen Sie zuerst die Kompatibilität zu Ihrer Kamera abklären, denn nicht jeder Blitz passt auf jede Kamera. Originalzubehör ist schnell ausgemacht, bei Drittanbieter-Blitzen sollten Sie sehr genau auf einen entsprechenden Zusatz wie „für Canon EOS 70D“ in der Produktbezeichnung achten.

Was den Blitztyp angeht, so unterscheidet man in der Regel zwischen Aufsteck- oder Systemblitz, Stabblitz und Ringblitz. Aufsteckblitze befestigen Sie am Zubehörschuh der Kamera. Sie lassen sich je nach gewünschtem Blitzwinkel nach oben und unten kippen und zum Teil sogar drehen. Ringblitze schließen Sie per Kabel an die Kamera an, die Blitzeinheit sitzt um das Objektiv. Ringblitze sind vor allem für Makroaufnahmen nützlich, da sie Schatten durch das Objektiv verhindern. Stabblitze haben einen eigenen Halterahmen, der neben die Kamera montiert wird und als Griff dient. Auch zusätzliche Akkus finden in ihm Platz, so dass sich der Stabblitz durch die kürzeren Ladezeiten optimal für Serienbilder eignet.

Wichtige Funktionen, die ein Blitzgerät beherrschen sollte, sind vor allem bei der Blitzsynchronisation zu finden. Darunter versteht man die kürzest mögliche Verschlusszeit einer Kamera, bei der der Verschluss vollständig geöffnet ist und das Blitzlicht auf den kompletten Sensor treffen kann. Die Kamera muss also den Blitz mit dem Verschluss so synchronisieren, dass letzterer vollständig geöffnet ist, bevor das Blitzlicht startet.

Video: So gelingen Fotos mit Blitzlicht optimal

Der am häufigsten eingesetzte Synchronisierungsmodus ist die Normalsynchronisation. Hier löst der Blitz zu Beginn der Verschlusszeit aus, also auf den ersten Verschlussvorhang.

Alternativ bieten manche Kameras die Möglichkeit der Synchronisierung auf den zweiten Verschlussvorhang, also zum Ende der Verschlusszeit (auch „Rear“ genannt). Diese Synchronisierung bietet sich vor allem bei langen Verschlusszeiten und Motiven mit eigenen Lichtquellen an, die dann als Lichtschweife dargestellt werden. Beim ersten Verschlussvorhang würde das Licht nach vorne abstrahlen.

Ein weiterer Synchronisierungsmodus ist die Langzeitsynchronisation („Slow“). Sie kommt zum Einsatz, wenn der Bildhintergrund bei wenig Umgebungshelligkeit zum Vorschein kommen soll. Die Kamera wählt dann eine Verschlusszeit, die länger als die Blitzsynchronzeit ist.

Das genaue Gegenteil davon ist die HSS-Kurzzeitsynchronisation. Sie ermöglicht Verschlusszeiten, die kürzer als die Blitzsynchronzeiten sind. Dabei ist der Verschluss jedoch nie ganz geöffnet, was mittels mehrerer Blitze in Folge oder per verlängertem Einzelblitz ausgeglichen wird.

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