Einbrecherschutz

Grundstück via Internet-Kamera überwachen

Dienstag, 04.10.2011 | 11:01 von Heinrich Puju
© Logilink
Eine Überwachungskamera für die eigene Wohnung hört sich eher nach Hollywood an als nach der Realität? Dabei lassen sich preiswerte Modelle bereits kinderleicht installieren.
Spezielle IP-Kameras lassen sich direkt an den Router anschließen. Diese sind schon für unter 100 Euro zu haben, WLAN-Modelle kosten das Zwei- bis Dreifache.

Kamera anschließen: Nachdem Sie für die Stromversorgung der Kamera gesorgt haben, schließen Sie sie per Netzwerkkabel oder WLAN an Ihren Router an. Weiträumig können Sie die Kamera nutzen, wenn Sie Powerline-Adapter einsetzen, die Netzwerkverbindungen über die Stromleitung herstellen. Dann funktioniert – bei einem gemeinsamen Stromkreis – auch die Verbindung in den Außenbereich.

Die Konfigurationsoberfläche der IP-Kamera lässt sich in der Regel im Internet-Browser öffnen. Der Vorteil: Bei der Einstellung sind Sie nicht an einen PC mit dem Einrichtungsprogramm gebunden, sondern können von jedem Computer in Ihrem Heimnetzwerk aus und sogar von außerhalb die Konfiguration der Kamera ändern.

Wichtig dafür ist, dass Sie die IP-Adresse kennen, mit der die Kamera im Heimnetzwerk beziehungsweise am Router angemeldet ist. Über diese Adresse treten Sie mit ihr in Verbindung.

Die IP-Adresse der Kamera bringen Sie über die Installationssoftware der Kamera oder die Netzwerkübersicht und Konfiguration des DSL-Routers in Erfahrung. Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz einer Netzwerk-Scanner-Software.


Konfigurationoberfläche der IP-Kamera, hier einer Y-Cam
Knight.
Vergrößern Konfigurationoberfläche der IP-Kamera, hier einer Y-Cam Knight.

Kamerabild einstellen: Tippen Sie die IP-Adresse der Kamera – beispielsweise 192.168. 1.57 – in die Adresszeile des Internet-Browsers ein, und drücken Sie die Enter-Taste. Das Passwort, das Sie für den Zugriff auf die Videoübertragung brauchen, findet sich meist im Handbuch. Da sich Hersteller in der Regel mehr Mühe mit Serien- und Registriernummern als mit Kennwörtern geben, sollten Sie das Kennwort auf jeden Fall ändern.

Nach der Eingabe des Kennworts können Sie sich dann im Internet-Browser die Bilder anzuschauen, die die Kamera liefert. Wenn Sie ein Notebook mit Internetzugang zur Hand haben, können Sie die Kamera direkt vor Ort genau justieren.

Mobile Überwachung: Auch unterwegs können Sie die Kamerabilder von daheim sehen, wenn Sie die Internetadresse Ihres DSL-Routers zu Hause kennen. Allerdings ändert sich diese, wenn der die Internetverbindung neu aufbaut, was meist mindestens einmal täglich geschieht. Hier hilft etwa der kostenlose englischspachige Dienst Dyn . Dieser weist Ihrem Router nach der Anmeldung eine Internetadresse wie „meinpc.dyndns.org“ zu, über die Sie ihn erreichen. Außerdem müssen Sie die Adresse im Konfigurationsprogramm des Routers eintragen (Menüpunkt „Dynamisches DNS“ oder ähnlich), damit er sich beim DynDNS-Dienst meldet.



Um direkt auf die Kamera zuzugreifen, brauchen Sie die Nummer des ihr zugeordneten Ports. Bei den meisten IP-Kameras, etwa der Y-Cam Knight, können Sie im Konfigurationsprogramm die Nummer des Kommunikationskanals in Erfahrung bringen: Die Tabelle „System Information“ zeigt unter „Gateway external port“ die Portnummer, etwa „8150“. Außerdem finden Sie die Angabe des Kamera-Ports meist auch auf der Konfigurationsseite des DSL-Routers in der Liste der automatisch geöffneten Ports.

Unterwegs greifen Sie auf das Kamerabild zu, indem Sie die dynamische Internetadresse (oder die aktuelle IP-Adresse) und die Portnummer der Kamera getrennt durch einen Doppelpunkt in die Adresszeile eines Internet-Browsers eingeben, etwa: meinpc.dyndns.org:8150. Für die Bildübertragung identifizieren Sie sich mit Ihrem Kamera-Nutzernamen und Ihrem Kennwort. Anschließend sehen Sie das Kamerabild.

Dienstag, 04.10.2011 | 11:01 von Heinrich Puju
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