715988

Internet-Verbindung: Warum legt Windows nicht auf?

Sie haben Ihre DFÜ-Verbindung so konfiguriert, dass die Internet-Verbindung automatisch getrennt werden soll, sobald sie nicht mehr benötigt wird. Das scheint Windows jedoch egal zu sein: Wenn Sie das letzte Browser-Fenster schließen, erscheint keine Abfrage, ob Sie die Verbindung trennen möchten. Stattdessen müssen Sie selbst daran denken und die Trennung über das Systray-Icon manuell veranlassen. PC-WELT verrät Ihnen, woran es liegt und wie Sie das Problem lösen können.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Sie haben Ihre DFÜ-Verbindung so konfiguriert, dass die Internet-Verbindung automatisch getrennt werden soll, sobald sie nicht mehr benötigt wird. Das scheint Windows jedoch egal zu sein: Wenn Sie das letzte Browser-Fenster schließen, erscheint keine Abfrage, ob Sie die Verbindung trennen möchten. Stattdessen müssen Sie selbst daran denken und die Trennung über das Systray-Icon manuell veranlassen.

Lösung:

Windows bietet an sich eine automatische Trennung an, wenn alle Internet-Programme geschlossen wurden. Für diese Funktion ist allerdings entscheidend, das Windows als "Internet-Programm" ansieht. Microsoft ist hier bei der Auslegung sehr großzügig, was eigene Software angeht, dagegen wird Fremd-Software ignoriert: Natürlich sind der Internet Explorer und Outlook Express "Internet-Programme", nicht jedoch Browser oder Mailprogramme anderer Hersteller.

Es geht aber noch weiter. Nach der Windows-Logik ist auch die HTML-Hilfe ein Internet-Programm: Haben Sie noch ein entsprechendes Hilfefenster geöffnet, gilt es als Internet-Explorer-Fenster; Sie müssen also auch dieses erst schließen - oder eben manuell auflegen.

Als besonders lästig erweist sich der MSN Messenger. Nach der Installation startet er nämlich automatisch bei jeder Windows-Anmeldung - auch wenn Sie gar keinen MSN-Account besitzen. Falls Sie sich unter einem anderen Windows als XP den Messenger per Windows-Update installiert haben, können Sie die Radikallösung wählen und ihn ganz einfach über "Systemsteuerung, Software" wieder loswerden.

Unter Windows XP ist das allerdings nicht ohne weiteres möglich. Mit der folgenden Anweisung bekommen Sie die hartnäckigen selbständigen Starts dieses Werkzeugs in den Griff. Zunächst müssen Sie den automatischen Aufruf des Messengers beim Windows-Start unterbinden:

Öffnen Sie dazu das Messenger-Fenster mit einem Doppelklick auf das Tray-Icon, und wählen Sie aus dem Menü "Extras" den Punkt "Optionen". Auf der Registerkarte "Einstellungen" deaktivieren Sie nun die Option "Dieses Programm ausführen, wenn Windows gestartet wird".

Damit haben Sie dem Programm seinen Eigensinn allerdings noch nicht ganz ausgetrieben: Sobald Sie Outlook Express starten, ist auch der MSN Messenger wieder da. Dieses Verhalten können Sie nur über einen Eingriff in die Registry unterbinden.

Öffnen Sie den Registrierungseditor, und gehen Sie zum Schlüssel "Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Outlook Express". Legen Sie hier einen neuen DWORD-Wert mit dem Namen "Hide Messenger" an, und setzen Sie ihn auf "2". Jetzt können Sie den MSN Messenger aus dem Start-Menü heraus gezielt aufrufen - selbständige Starts unterlässt er jedoch.

0 Kommentare zu diesem Artikel
715988