707096

Mehr Sicherheit durch richtig konfigurierten Inhaltsfilter

03.08.2009 | 12:29 Uhr |

Der Inhaltsfilter des IE 8 soll verhindern, dass Websites Ihr Verhalten ausspionieren. Diese „InPrivate-Filterung“ ist sehr sinnvoll, wenn man sie richtig nutzt. Unzureichend konfiguriert oder versehentlich aktiviert, kann sie aber zu Problemen führen.

TIPP Regulär schalten Sie den Inhaltsfilter über das Menü „Sicherheit“ und den dort enthaltenen Punkt „InPrivate-Filterung“ ein und aus. Sie erkennen den eingeschalteten Inhaltsfilter daran, dass der Pfeil des Symbols (in der Statusleiste links neben dem für die Vergrößerungsstufe) grün gefärbt ist – ein eher unauffälliges Merkmal.

Achtung: Die „InPrivate-Filterung“ bitte nicht mit dem Spurenverwischer „InPrivate-Browsen“ verwechseln.

So funktioniert der Inhaltsfilter: Microsoft verfolgt den Ansatz, mittels automatischer Einstellungen die Privatsphäre auch technisch weniger versierter Benutzer zu verbessern. Einschalten genügt: Der Filter zählt mit, wie oft Elemente anderer Anbieter, also von Fremd-Websites, eingeblendet werden. Kommt ein Anbieter auf über zehn Anzeigen, blockiert der Filter den Fremdinhalt.
Sowie Sie alle Browser-Fenster schließen, ist der Inhaltsfilter beim nächsten Browser-Start unabhängig vom letzten Status immer aus. Der Grund: Bei einem selbstlernenden Inhaltsfilter kann man nie sicher sein, dass wirklich nur unerwünschte Web-Elemente ausgeblendet werden. Wenn Sie beispielsweise zehn Firmen-Web-Seiten besucht haben, die jeweils Anfahrtsskizzen von Google Maps enthalten, ist danach eventuell http://maps.google.de gesperrt. Um nun Beschwerden sowohl von Benutzern als auch von Web-Anbietern vorzubeugen, bietet der Internet Explorer in seinen Einstellungen keine Möglichkeit, den Inhaltsfilter permanent einzuschalten.

Inhaltsfilter dauerhaft einschalten: Dies geht nur undokumentiert als Registry-Hack: Starten Sie per <Win>-<R> und „regedit“ den Registry-Editor, und gehen Sie zum Schlüssel „Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Internet Explorer\Safety“. Hier legen Sie den Unterschlüssel „PrivacIE“ an, indem Sie mit der rechten Maustaste auf „Safety“ klicken und hier den Menüpunkt „Neu, Schlüssel“ anklicken. Nun legen Sie dort den Dword-Wert „StartMode“ an, indem Sie mit der rechten Maustaste auf „PrivacIE“ klicken, den Menüpunkt „Neu, DWORD-Wert“ anklicken und dem Eintrag den Namen „StartMode“ geben. Doppelklicken Sie anschließend darauf, und geben Sie ihm den Wert „1“.
Wollen Sie die Einstellung rückgängig machen, ändern Sie den Wert auf „0“. Vermissen Sie nur ab und zu Elemente und wollen den Filter an und für sich beibehalten, können Sie ihn mit dem Hotkey <Strg>-<Shift>-<F> auch für dieses Mal abschalten – die Registry-Einstellung sorgt dafür, dass er beim nächsten Start wieder aktiv ist. -akr

0 Kommentare zu diesem Artikel
707096