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Hintertüren im Internet Explorer 8 schließen

14.01.2011 | 11:01 Uhr |

Der Internet Explorer bringt Information und Unterhaltung, aber auch Gefahren ins Haus. Wir zeigen, wie Sie Ihren Computer vor Datenräubern und Malware schützen.

Der Internet Explorer ist als Internet-Zugriffsprogramm ein fester Bestandteil von Windows. Auch wenn Sie einen anderen Browser als Standard eingestellt haben und nutzen, können und dürfen auf dem PC installierte Programme auf die Funktionen des Internet Explorers zugreifen. Daher können Schadprogramme durch in ihm enthaltene Sicherheitslücken schlüpfen, obwohl Sie ihn gar nicht verwenden.
 
Sorgen Sie deshalb in jedem Fall dafür, dass Ihr Internet Explorer 8 optimal geschützt ist. Besonders wichtig ist das für Windows-XP-Benutzer. Denn bei Windows Vista und 7 läuft der Internet Explorer standardmäßig im geschützten Modus. Daher kann er keinen Schaden anrichten, so lange keine Sicherheitslücke im geschützten Modus selbst ausgenutzt wird.
 
Um den Internet Explorer zu konfigurieren, klicken Sie bei Windows XP auf „Start“, bei Windows Vista und 7 auf das Windows-Symbol. Dann wählen Sie „Systemsteuerung -> Internetoptionen -> Sicherheit“. Im oberen Drittel des Fensters sehen Sie die vier Zonen, für die Sie eigene Einstellungen wählen können. Im Folgenden konfigurieren Sie die Zone „Internet“, da öffentliche Internetseiten das größte Sicherheitsrisiko bergen.
 
Internet Explorer absichern: Markieren Sie „Internet“. Wenn daraufhin die Sicherheitsstufe dieser Zone nicht auf „Mittelhoch“ steht, klicken Sie auf „Standardstufe“. Achten Sie unter Windows Vista und 7 außerdem darauf, dass der Haken vor „Geschützten Modus aktivieren“ gesetzt ist. Klicken Sie dann auf „Stufe anpassen“, um weitere Einstellungen vorzunehmen. Schieben Sie zunächst den Rollbalken bis zum Punkt „Ausführen von Komponenten, die nicht mit Authenticode signiert sind“, und wählen Sie „Deaktivieren“.
 
Dann gehen Sie weiter bis „Schriftartdownload“ und wählen „Bestätigen“. Im Bereich „Scripting“ belassen Sie die Option „Active Scripting“ auf „Aktivieren“. Falls Sie den Internet Explorer 8   gar nicht nutzen, können Sie hier „Deaktivieren“ wählen. Weiter unten im selben Bereich setzen Sie „Programmatischen Zugriff auf die Zwischenablage zulassen“ und „Skripting von Java-Applets“ jeweils auf „Deaktivieren“. Im Bereich „Verschiedenes“ deaktivieren Sie die Einträge „Dateien basierend auf dem Inhalt und nicht der Dateierweiterung öffnen“, „Dauerhaftigkeit der Benutzerdaten“ und „Websites, die sich in Webinhaltzonen niedriger Berechtigung befinden, können diese Zone navigieren“. Außerdem setzen Sie die Einträge „Unverschlüsselte Formulardaten übermitteln“ und „Ziehen und Ablegen oder Kopieren und Einfügen von Dateien“ auf „Bestätigen“.
 
Schließen Sie die neue Konfiguration mit „OK“ ab. Diese Einstellungen des Internet Explorers stellen einen guten Kompromiss zwischen Nutzbarkeit und Sicherheit dar.
 
Weitere Sicherheitsoptionen: Öffnen Sie die Registerkarte „Erweitert“, und blättern Sie bis zum Bereich „Sicherheit“. Hier setzen Sie jeweils einen Haken vor „Auf gesperrte Serverzertifikate überprüfen“ und „Verschlüsselte Seiten nicht auf dem Datenträger speichern“. Alle restlichen Optionen können Sie beim Standard belassen, da diese keine Sicherheitslücken darstellen.

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