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Alle Funktionen der CPU nutzen

20.10.2008 | 11:01 Uhr |

Moderne Prozessoren bieten zahlreiche Funktionen, die für mehr Sicherheit oder mehr Geschwindigkeit beim Ausführen der Programme sorgen. Manchmal liegen CPU-Fähigkeiten jedoch brach, weil das Bios diese nicht unterstützt oder weil einzelne Funktionen standardmäßig deaktiviert sind. Sie wollen herausfinden, ob die CPU in Ihrem PC die volle Leistung bringt.

Für die Leistung eines PCs sind unter anderem der verwendete Chipsatz sowie die Taktfrequenz des Prozessors und die Anzahl seiner Kerne (Multicore) maßgeblich. Jeder Prozessortyp besitzt außerdem spezielle Funktionen, damit bestimmte Rechenschritte schneller ablaufen. Hier gibt es beispielsweise die Multi Media Extension (MMX), die schon seit der ersten Pentium-Generation die Verarbeitung von Bild- und Videodaten beschleunigt. In neueren Prozessoren dienen die Streaming SIMD Extensions (SSE) ähnlichen Zwecken: Enhanced Virus Protection (EVP) oder No-Execute (NX-Bit) sollen den PC vor Schadcode schützen, und die Secure-Virtual-Machine-Technik (SVM) soll die Programmausführung innerhalb einer Virtualisierungs-Software wie Vmware oder Virtualbox beschleunigen. EVP und SVM lassen sich bei einigen Hauptplatinen im Bios an- und abschalten oder sind standardmäßig deaktiviert.

Schritt 1: Infos aus dem Netz holen. Welche Funktionen eine CPU grundsätzlich bietet, ermitteln Sie auf den Websites der Hersteller. Bei Intel geht das über http://processorfinder.intel.com , für AMD über http://products.amd.com .

Schritt 2: CPU analysieren. Mit unserem Tool pcwCPUInfos können Sie herausfinden, welche Funktionen bei Ihrem Prozessor tatsächlich aktiv sind. Das Programm benötigt keine Installation und ist direkt nach dem Entpacken startbereit. Wenn Sie nicht als Administrator arbeiten, müssen Sie es unter Windows XP über das Kontextmenü „Ausführen als“ als Administrator starten. Unter Vista sorgt die Benutzerkontensteuerung (UAC) automatisch für die nötigen Rechte.Nach dem Start sehen Sie zuerst die allgemeinen CPU-Infos über Prozessornamen, Taktfrequenz, SSE-Funktionen und NX-Bit. Wenn Sie in der Navigation links auf „VT-Test“ klicken, können Sie über „VT-Test starten“ ermitteln, ob die CPU die Secure-Virtual-Machine-Technik prinzipiell unterstützt und ob die dafür nötigen Funktionen für virtuelle Maschinen im Bios aktiviert sind.

Schritt 3: CPU-Funktion aktivieren. Sollte hier eine Funktion fehlen, obwohl die CPU sie eigentlich bieten müsste, gehen Sie in das Bios-Setup (meist per -oder -Taste beim PC-Start). Suchen Sie nach Menüpunkten wie „Enable NX“ oder „Enable VM“.
Hinweis: Technisch interessierte Anwender können über „CPU-Register“ selbst ein beliebiges MSR-Register (Machine Specific Register) angeben und auslesen. Infos zu den Adressen finden Sie im Datenblatt zum jeweiligen Prozessor (siehe Schritt 1).

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